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Ukraine: Jahresende kein Ende des Schreckens

In der Ukraine neigt sich ein Jahr seinem Ende zu, das viele gern vergessen würden. Auf dem legendären Maidanplatz von Kiew erinnert ein Baum voller

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Ukraine: Jahresende kein Ende des Schreckens

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In der Ukraine neigt sich ein Jahr seinem Ende zu, das viele gern vergessen würden. Auf dem legendären Maidanplatz von Kiew erinnert ein Baum voller Transparente, Flaggen und Fortos an vergangene Träume und fortdauernde Traumata. Auch der Toten vom Maidanplatz wird gedacht. Sie starben im Februar bei gewaltsamen Protesten. Ihre Fotos stehen aufgereiht um ein Kreuz aus Kerzen.

Die junge Aktivistin Maria Maximenkowa fasst die allgemeine Stimmung zusammen: “Wir hatten die Hoffnung auf eine Revolution, auf Wandel, aber niemand erwartete einen Krieg. Dieses Jahr war ein Jahr des Schreckens.”

Ein Schrecken, der eine halbe Million Ukrainer zu Flüchtlingen im eigenen Land gemacht hat. Für Ministerpräsident Arseni Jazenjuk ist der Schuldige gefunden: “Wozu hat Putin seine Armee in die Ukraine geschickt? In welcher Absicht? Um die russische Sprache zu beschützen? Die ganze Ukraine spricht doch russisch und wir brauchen keinen Schutz. Und vor wem müssen Donezk und Luhansk beschützt werden? 5000 Menschen wurden getötet, und Russland ist dafür verantwortlich.”

Der Krieg in der Ostukraine schwelt trotz diverser Waffenstillstandsabkommen weiter. Zum Jahresende wurden aber Gefangene ausgetauscht – ob das ein Zeichen der Entspannung ist, gilt als umstritten. Immerhin: Rund 370 ukrainische Soldaten und prorussische Kämpfer konnten nach Hause zurückkehren.