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Demos gegen Islamfeindlichkeit in Schweden

Nach einer Anschlagsserie gegen Moscheen in Schweden sind Hunderte Menschen in mehreren Städten gegen Islamfeindlichkeit auf die Straße gegangen

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Nach einer Anschlagsserie gegen Moscheen in Schweden sind Hunderte Menschen in mehreren Städten gegen Islamfeindlichkeit auf die Straße gegangen. Binnen einer Woche hatten Unbekannte landesweit drei Brandanschläge auf Moscheen verübt.

Die für die Attacken Verantwortlichen wollten ihre Mitbürger “einschüchtern und erniedrigen”, sagte Schwedens Kulturministerin Alice Bah Kuhnke bei der Demonstration in der Hauptstadt Stockholm. “Wir haben Vertreter der muslimischen Gemeinschaft eingeladen. Zusammen werden wir eine Strategie ausarbeiten. Es geht darum, mehrere Sachen über die Muslime in unserem Land klarzustellen. Bis jetzt ist das noch nie gemacht worden, doch jetzt ist es an der Zeit,” so Kuhnke.

In Uppsala hatte am Neujahrsmorgen ein Unbekannter einen Molotowcocktail auf eine Moschee geworfen. Die Demonstranten setzten nun ein Zeichen gegen den Hass mit selbstgebastelten Herzen und Botschaften.

In Schweden wird derzeit eine hitzige Debatte über die Asylpolitik des Landes geführt. Die rechtsextreme Partei der Schwedendemokraten wurde bei der Parlamentswahl im September drittstärkste Kraft und erfreut sich in jüngsten Umfragen wachsender Beliebtheit.