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Falscher Bombenalarm: Madrids Atocha-Bahnhof geräumt

Wegen einer Bombendrohung ist der Atocha-Bahnhof in Madrid geräumt worden. Ein Mann war durch eine S-Bahn gerannt und hatte gedroht sich in die Luft zu sprengen.

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Falscher Bombenalarm: Madrids Atocha-Bahnhof geräumt

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Wegen einer Bombendrohung ist am Freitag der Atocha-Bahnhof in Madrid geräumt worden. Gegen 9.40 Uhr war ein Mann durch eine S-Bahn gerannt und hatte geschrien, er werde eine in seinem Rucksack versteckte Bombe zünden. Ein Passagier zog die Notbremse. Die Polizei durchsuchte Zug und Bahnhofsgelände, fand aber keinen Sprengsatz. Der Zugverkehr wurde für etwa zwei Stunden eingestellt.

“Ich wollte um 11 Uhr nach Sevilla fahren, aber sie ließen wegen des Bombenalarms niemanden durch. Alle Züge stoppen einen Bahnhof vorher”, schildert Passagier Julio Mojacar.

“Ich wollte den Zug nehmen, aber als ich ankam, war überall Polizei. Freunde haben mich über WhatsApp informiert, und jetzt warte ich darauf, wie es weitergeht”, sagt Rebecca Alacaide.

Bei dem Mann soll es sich um einen 22-jährigen spanischen Staatsbürger islamischen Glaubens handeln. Er befinde sich in psychiatrischer Behandlung, ein islamistisches Motiv sei nicht erkennbar, hieß es von Seiten der Sicherheitskräfte.

Der wichtigste Verkehrsknoten der spanischen Hauptstadt war im Jahr 2004 Schauplatz eines Sprengstoffanschlags, bei dem fast 200 Menschen getötet wurden.