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Gravity: Richard Freitag aus Deutschland gewinnt bei der Vierschanzentournee

Willkommen zu Gravitiy, die erste Ausgabe 2015. Unglaubliche Bilder vom Wintersport werden Sie gleich sehen. Unter anderem den Slalom-Klassiker in

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Gravity: Richard Freitag aus Deutschland gewinnt bei der Vierschanzentournee

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Willkommen zu Gravitiy, die erste Ausgabe 2015. Unglaubliche Bilder vom Wintersport werden Sie gleich sehen. Unter anderem den Slalom-Klassiker in Zagreb. Mikaela Shiffrin hinterließ große Fragezeichen bei den anderen. Wie macht sie das nur?

Eine Machtdemonstration. 1,68 Sekunden fixer als alle anderen. Das Motto der 19-jährigen: “Je schwieriger der Hang, desto leichter fällt mir das Rennen.” Eigenwillig – wie so vieles bei Mikaela Shiffrin. Ruhiger Oberkörper, extrem früher Schwungansatz – ein Ausnahmetalent. Shiffrin holt zur Zeit niemand ein.
Das unterstrich auch Kathrin Zettel: “Ich habe vor allem im letzten Abschnitt der Strecke wirklich gekämpft, aber Mikaela ist der Hammer”. Die Österreicherin auf Rang zwei mit einer makelosen aber etwas zu vorsichtigen Fahrt.
Nina Løseth aus Norwegen mit ihrem ersten Podestplatz nach 81. Weltcuprennen. Rang Drei.
Michelle Gisin auf Platz 11 die erste Schweizerin. Die Deutschen ratlos. Die Beste auf Platz 21 ist Barbara Wirth.

Der Stangenklassiker findet diese Woche natürlich auch für die Männer statt. Immer noch ohne eine schillernde Figur. Bode Miller. Bandscheiben operiert kämpft er für sein Comeback. Aber der Amerikaner weiß, dass es auch nicht klappen kann. Solche Gefühlskapriolen kennt auch unser Experte Franck Piccard:

“Er hat es immer `drauf, alle zu überraschen. Plötzlich steht er wieder da. Er ist so vielseitig. Gewann in verschiedenen Disziplinen. Stürzt sich immer mit vollem Elan den Hang hinunter. Da denkt er keine Sekunde über eine Verletzung nach. Dabei ist dies bei seiner brutalen Fahrweise immer möglich. Wir haben alle genügend Bilder gesehen, wo man den Atem angehalten hat. Vom Talent her ist er immer in der Lage, eine Gesamtwertung zu gewinnen. Doch jetzt ist er 37 und das Comeback wird schwer. Ich habe mit 36 aufgehört. Er muss Geduld haben, kleine Schritte machen und dann wird man sehen, ob Bode Miller wieder an alte Zeiten anknüpfen kann.”

18. Februar 1992. Er zog alle Aufmerksamkeit auf sich. Alberto Tomba. Er ist der erste Skirennläufer, der in derselben Disziplin seine Goldmedaille bei Olympia verteidigen konnte. In Val d`Isere ließ der Italiener alle stehen, ob Marc Girardelli oder Kjetil André Aamodt. 50 Mal stand er ganz oben auf dem Podest. Aber “Tomba la Bomba” glänzte auch neben der Piste. Parties und Frauengeschichten. Olympia in Albertville wurde zu Albertoville.

Dritte Station der Vierschanzentournee. Diesmal war es ein Deutscher, der den Österreichern die Show stahl. Richard Freitag:

Breites Grinsen im Gesicht des 23-jährigen. Fünfter Weltcupsieg für Freitag, der Hexenkessel in Innsbruck irritierte ihn nicht. Extrem ruhig und gelungen seine Sprünge.
Stefan Kraft aus Österreich lies Federn. Der Führende in der Gesamtwertung aus Österreich flog auf Rang zwei.
Simon Amman aus der Schweiz und Routinier Noriaki Kasai aus Japan teilen sich Platz Drei.

Es war ein vollbepacktes Wintersport-Wochenende mit einigen sehr knappen Entscheidungen. So kann es nächste Woche weitergehen. Dann sehen wir uns wieder, wenn Sie wollen. Bis dahin eine gute Zeit und viel Spaß!