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Marcel Hirscher in Zagreb eine Klasse für sich

Wer einmal als Experte des alpinen Skisports glänzen möchte, der kann es sich leicht machen. Wenn in Zagreb ein Slalom stattfindet, darf man getrost

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Marcel Hirscher in Zagreb eine Klasse für sich

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Wer einmal als Experte des alpinen Skisports glänzen möchte, der kann es sich leicht machen. Wenn in Zagreb ein Slalom stattfindet, darf man getrost und fast ohne Risiko einen Sieg Marcel Hirschers voraussagen. Denn seit 2012 ist und bleibt Fakt: In der kroatischen Hauptstadt gewinnt nur der Salzburger.

Auf stark vereister Piste, die jeden Fehler sofort bestrafte und damit gnadenlos selektierte, fuhr Hirscher in seiner eigenen Liga und gewann deutlich. Er führte nach dem ersten Durchgang – und natürlich auch nach dem zweiten.

Ganz nebenbei kürte sich der 25-Jährige mit nunmehr 15 Weltcup-Siegen zum erfolgreichsten ÖSV-Skirennläufer in dieser Disziplin überhaupt. Mario Matt und Benjamin Raich wurden von Hirscher überflügelt. Beide haben bisher 14. Slalom-Siege verbuchen können, schieden in Zagreb aber vorzeitig aus.

Der Deutsche Felix Neureuther zeigte ebenfalls eine starke Leistung – doch auch die reichte nicht, um Hirscher in die Quere zu kommen. Satte 81 Hunderstelsekunden betrug der Abstand zwischen dem Erst- und dem Zweitplatzierten. Neureuther fuhr in bisher jedem Slalom-Rennen des Winters aufs Treppchen, der Partenkirchner bleibt in der Slalom-Weltcup-Wertung auf dem ersten Platz – vier Pünktchen hat er bisher mehr gesammelt als Hirscher.

Sebastian Foss Solevåg wurde in Zagreb Dritter – das beste Weltcup-Ergebnis des 23 Jahre alten Norwegers. Sein Rückstand auf Hirscher betrug mehr als eine Sekunde. Mitte Dezember ging Solevåg noch beim Europacup-Rennen in Obereggen in Südtirol an den Start und wurde Neunter. Da ist der dritte Platz von Zagreb doch schon eine ganz andere Ansage.

Kraft gewinnt Vierschanzentournee – Sorge um Ammann

Das letzte Springen der Vierschanzentournee in Bischofshofen wurde zu einem rot-weiß-roten Feiertag. Stefan Kraft wurde Tagesdritter und gewann damit die Tournee-Gesamtwertung. Zum siebten Mal in Folge sicherte sich also ein ÖSV-Athlet den Sieg bei der seit 1953 ausgetragenen Veranstaltung.

Krafts Landsmann Michael Hayböck war in Bischofshofen Tagesbester – der erste Weltcup-Einzelsieg für den Oberösterreicher. Der 42-jährige Japaner Noriaki Kasai wurde Zweiter, bester Deutscher war Richard Freitag als Sechster.

Überschattet wurde das Springen vom schweren Sturz des Schweizers Simon Ammann, der bewusstlos ins Spital gebracht wurde.