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Italienische Steuerfahnder filzen Credit Suisse


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Italienische Steuerfahnder filzen Credit Suisse

Die Büros der Schweizer Großbank Credit Suisse in Mailand sind von der Finanzpolizei durchsucht worden. Das Institut hat diese Fahndungsmaßnahme jetzt bestätigt.

Zu den Gründen für das Vorgehen der Steuerbehörden und der Guardia di Finanza – kein Kommentar. Italienischen Medienberichten zufolge geht es um Ermittlungen gegen rund 1.000 reiche Italiener. Sie sollen schätzungsweise acht Milliarden Euro Steuern hinterzogen haben.

Eine Rolle soll den Berichten zufolge dabei eine Credit-Suisse-Niederlassung auf den Bermudas namens “Life and Pension” spielen. Die von dieser Firma angebotenen Versicherungsprodukte hätten nach Ansicht der Behörden die Möglichkeit geboten, Steuern zu hinterziehen.

Schweizer Banken sehen sich in einer Reihe von Ländern mit Vorwürfen konfrontiert, vermögenden Kunden geholfen zu haben, Gelder vor dem Fiskus zu verstecken. In Deutschland hatte Credit Suisse 2011 ein Verfahren mit einer Zahlung von 150 Millionen Euro beigelegt. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen Mitarbeiter der Bank wegen Beihilfe zu Steuerhinterziehung ermittelt. Die UBS musste im Sommer in einem ähnlichen Verfahren eine Strafe 300 Millionen Euro zahlen.

su mit Reuters

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