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Schießerei im Süden von Paris: Eine Polizistin tot

Bei einer Schießerei im Süden von Paris ist am Donnerstagmorgen eine Polizistin tödlich verletzt worden. Die Beamtin starb wenige Stunden nach dem

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Schießerei im Süden von Paris: Eine Polizistin tot

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Bei einer Schießerei im Süden von Paris ist am
Donnerstagmorgen eine Polizistin tödlich verletzt worden. Die Beamtin starb wenige Stunden nach dem Vorfall, wie Justizkreise berichteten. Ein zweiter Polizist war verletzt worden. Ein Unbekannter hatte das Feuer eröffnet. Die zwei Polizisten standen offenbar bei einem Auto, das einen Unfall hatte. Sie wurden in den Rücken geschossen.

Es hieß zunächst ein Verdächtiger sei festgenommen, aber offenbar handelte es sich dabei nicht um den Täter, denn der französische Innenminister sagte, eine Großfahndung nach dem Schützen sei im Gang. Ob der Vorfall in Montrouge im Zusammenhang mit dem Anschlag auf das Satiremagazin “Charlie Hebdo” gestern steht, ist unklar, aber eher unwahrscheinlich. Laut Polizei besteht kein Zusammenhang zwischen den zwei Schießereien innerhalb von 24 Stunden in der französischen Hauptstadt.

Im Fall des Terroranschlags bei der Zeitung Charlie Hebdo sind sieben Menschen in Gewahrsam genommen worden. Unklar blieb zunächst, wo die Männer und Frauen gestern abend festgenommen wurden. Bei dem Terroranschlag auf das Satiremagazin wurden 12 Menschen erschossen, elf sind verletzt, vier schwer verletzt.

Regierungschef Manuel Valls wandte sich an das traumatisierte schockierte französische Volk:
“Wir stehen einer noch nie dagewesenen terroristischen Bedrohung gegenüber. Die Polizei und die Justiz haben mehrere Gruppen auffliegen lassen. Sie haben Angriffe vereitelt. Das zeigt, dass wir etwas tun. Und wir müssen angesichts dieser terroristischen Bedrohung etwas tun. Unsere Polizei, unsere Geheimdienste, sie alle agieren. Hunderte Menschen werden überwacht. Aber das Null-Risiko gibt es nicht. Das ist furchtbar, das sagen zu müssen, vor allen Dingen jetzt, angesichts der Opfer dieses schrecklichen Terrorangriffs und angesichts unseres Leids.”
 
Im Zusammenhang mit dem Terroranschlag auf die französische Satirezeitschrift “Charlie Hebdo” sucht die Polizei als Hauptverdächtige die beiden Brüder Chérif (32) und Said K. (34). Es handelt sich um Männer mit arabischen Wurzeln und französischem Pass. Der nach dem Anschlag ebenfalls gesuchte 18 Jahre alte Schwager der beiden Brüder hat sich am Mittwochabend der Polizei gestellt. Er soll seine Unschuld beteuern.