Eilmeldung

Eilmeldung

Islamistischer Terror: Reine Männersache?

Islamisten, wie die IS-Kämpfer, betrachten die Attentate in Paris als Teil des “Dschihads”. Fast immer sind es Männer, die die Taten begehen. Doch

Sie lesen gerade:

Islamistischer Terror: Reine Männersache?

Schriftgrösse Aa Aa

Islamisten, wie die IS-Kämpfer, betrachten die Attentate in Paris als Teil des “Dschihads”. Fast immer sind es Männer, die die Taten begehen. Doch welche Rolle spielen dabei die Frauen?

Euronews sprach darüber mit Mia Melissa Bloom, Professorin für Sicherheitsstudien an der University of Massachusetts.

“Wenn Frauen bei einer Terrororganisation mitmachen, dann
ist das eine Schande für andere Männer”, so Bloom. Die Gruppe kann dann beispielsweise sagen, ‘du versteckst dich hinter den Frauen, wenn du nicht bei uns eintrittst’.

Und die Frauen lösen auch das Nachwuchsproblem. Die Frauen ziehen die Kinder in einem Umfeld auf, das sicherstellt, dass sie dem Vorbild ihrer Väter folgen werden.”

Die Idee, dass Frauen sich nur deshalb radikalisieren, weil sie einen geliebten Menschen verloren haben oder ihr Mann getötet wurde, ist sehr umstritten.

Nehmen sie die Fotos von Hayat Boumeddiene, auf denen sie einen Hidschab trägt und mit einer Armbrust posiert. Sie hatte sich ganz klar vor dem Tod ihres Mannes bzw. Partners radikalisiert.”

Gruppen, die früher nie Frauen eingesetzt haben, wie die Taliban, Boko Haram und al-Shabaab, tun das nun immer öfter.

Wenn diese Gesellschaften, die die aller konservativsten sind, und zu denen gehören die al-Qaida-Partner, Frauen einbinden, die sonst hinter Mauern versteckt werden und nicht in der Öffentlichkeit auftauchen, dann zeigt uns das, dass diese Terrorgruppen Frauen zunehmend wie Instrumente einsetzen.