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Slalom in Adelboden: Sieger Gross fährt Dopfer in die Parade

Der alpine Slalom der Herren im schweizerischen Adelboden endete mit einer Überraschung. Stefano Gross aus Italien gelang sein erster Weltcupsieg vor

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Slalom in Adelboden: Sieger Gross fährt Dopfer in die Parade

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Der alpine Slalom der Herren im schweizerischen Adelboden endete mit einer Überraschung. Stefano Gross aus Italien gelang sein erster Weltcupsieg vor Fritz Dopfer und Marcel Hirscher.

Meinung

Mir ist oft schwarz vor Augen geworden

Einen nahezu perfekten Lauf legte Stefano Gross im zweiten Durchgang von Adelboden auf die Piste. Ein zweiter Durchgang, der sich auf den letzten Metern zum Herzschlagfinale entwickelte. Mit dem glücklicheren Ausgang für den Italiener.

Gerade einmal zwei hundertstel Sekunden Vorsprung genügten Gross für seinen ersten Weltcup-Triumph im alpinen Skizirkus.

Im Ziel fiel sein Jubel noch etwas verhalten aus, schließlich folgte nach ihm auch noch der Führende nach Durchgang eins.

Fritz Dopfer aus Garmisch-Partenkirchen verkrampfte jedoch den ersten Weltcup-Sieg vor Augen.

Mit über einer Minute war Dopfer in Durchgang zwei eine gefühlte Ewigkeit langsamer als Konkurrent Gross. Immerhin reichte es noch zu Rang zwei. Landsmann Felix Neureuther war bereits im ersten Lauf ausgeschieden.

In der Weltcup-Gesamtwertung bleibt Dopfer damit Dritter vor Neureuther.

Nicht auf dem Podium von Adelboden fehlen durfte auch die alpine Lichtgestalt. Marcel Hirscher warf all seine Routine ins Rennen und schlängelte sich noch auf Rang drei. Damit vergrößerte der Salzburger seinen Vorsprung sowohl in der Slalom- als auch in der Gesamtwertung.

Legendäres Lauberhorn: Aus Erfahrung gut

Marcel Hirscher und seine Rivalen bleiben auch für die nächsten Rennen in der Schweiz. In Wengen stehen eine Kombination, ein Slalom und die berühmt-berüchtigte Lauberhorn-Abfahrt auf dem Programm. An die hat Ex-Olympiasieger Franck Piccard nur gute Erinnerungen:

“Wahrscheinlich ist das Lauberhorn insgeheim meine Lieblingsabfahrt, weil sie in den vergangenen Jahrzehnten nahezu unverändert geblieben ist.

Die Brücke, der Tunnel und der Sprung über den Hundschopf – das sind Bestandteile, die auch wie gemacht für die Ewigkeit erscheinen.

Generell benötigt man zwischen zwei Minuten und fünfzehn oder dreißig Sekunden. Aber schon nach eineinhalb Minuten, spätestens aber nach zwei Minuten beginnt dieses Brennen in den Waden. Gefolgt von schlagartig einsetzender Müdigkeit. Sie können sich wohl vorstellen, wie kaputt man dann beim Zieleinlauf ist. Mir ist oft schwarz vor Augen geworden.

Während einer Lauberhorn-Abfahrt ist eigentlich alles möglich. Die Traversen führen in unterschiedliche Richtungen, es gibt extreme Anstiege und steilste Abhänge.

Mal ist es eisglatt, mal durchpflügt man dreißig Zentimeter hohen Schnee. Es ist für jeden eine Herausforderung.”

Rückblick: Maze auf Augenhöhe mit Maier

Wir schreiben den 2, März 2013 mitten in Bayern. Tina Maze schafft nach dem legendären Hermann Maier im Jahr 2000 ebenfalls den Sprung über die 2000-Punkte-Marke im Weltcup.

Das Kunststück gelingt der Slowenin durch den Sieg in der Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen in Abwesenheit der verletzten Lindsey Vonn.

Maze verleiht dieser symbolische Triumph Flügel. Sie beendet die Saison mit Siegen in allen Disziplinen, 24 Podiumsplätzen und 2414 Punkten.