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Goldman Sachs halbiert Ölpreisprognose

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Goldman Sachs halbiert Ölpreisprognose

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50, 49, 48 – der Countdown läuft. Und noch weiter nach unten. Das ist der Alltag auf dem Ölmarkt, in Preisen für das Barrel der Sorte Brent. Diesmal waren es die Firma Goldman Sachs, die ihre kurzfristigen Preisprognosen einkassierte und die Ölförderer am Golf – sie zeigten immer noch kein Erbarmen bei der Fördermenge.

Brent und US-Rohöl sind nun so billig zu haben wie seit 2009 nicht, nach einer beschleunigten Rutschpartie von sieben Wochen.

Autofahrer freuen – und wundern sich: In Estland kostet Benzin, 95 Oktan bleifrei, 96,63 Eurocent, in den Niederlanden 1,565 Euro. Womit man hier zwei Liter bekommt, das reicht dort für mehr als drei. Bei Diesel heißt es 0,984 zu 1,451, Luxemburg gegen Italien.

Erklärungsansätze des ADAC: “Den größten Anteil am Benzinpreis haben die Steuern” – und die sind eben nicht überall gleich. Und “echter Wettbewerb auf den Kraftstoffmärkten begrenzt die Preise für Benzin und Dieselkraftstoff.” So könne häufig schon eine einzige günstige Tankstelle den örtlichen Kraftstoffmarkt in Bewegung setzen.

Die Kollateral-Opfer: Alternative Antriebe. Unter mehr als drei Millionen neu zugelassenen Autos in Deutschland waren 2014 ganze 35.957 Elektro-Autos oder Hybride.

Übrigens: Goldman Sachs hat seine Dreimonats-Prognosen für Brent von 80 auf 42 Dollar je Barrel Brent gekappt. Ohne Gewähr.

su mit dpa, Reuters