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Kräftiger Rückenwind für die deutsche Wirtschaft

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Kräftiger Rückenwind für die deutsche Wirtschaft

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Die Russland-Krise scheint weggesteckt: Die
Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im vergangenen Jahr so rasant gewachsen wie seit 2011 nicht mehr – 1,5 Prozent.

Auch die Aussichten für das laufende Jahr sind gut: Die Mini-Inflation und der niedrige Ölpreis stärken die Kaufkraft der Verbraucher. Deren Konsumlust war schon 2014 wichtigster Treiber der deutschen Konjunktur und machte 0,6 Prozentpunkte Wirtschaftswachstum gut.

Prognose von Christoph Schmidt, Chef des
Sachverständigenrats, kurz vor dem Jahreswechsel (“Welt am Sonntag”): “Die deutsche Wirtschaft wächst nun allein wegen des deutlich gesunkenen Ölpreises um bis zu 0,4 Prozentpunkte stärker.”

Kommt der schwache Euro dazu, als Verkaufsargument für deutsche Exporte nach Asien oder Amerika, Unternehmen können ihre Investitionen extrem günstig finanzieren. Und während andere Euroländer sparen müssen, erwirtschaftet der deutsche Staat den dritten Überschuss in Serie.

Zusätzlichen Antrieb erwartet Carsten Brzeski, Chef-Ökonom der ING-Diba, ausgerechnet von der Europäischen Zentralbank: “Trotz aller öffentlichen Kritik dürfte die deutsche Wirtschaft einer der größten Nutznießer des geplanten umfangreichen Anleihekaufprogramms der EZB sein.” Noch niedrigere Zinsen würden den ohnehin boomenden Immobilienmarkt stützen und der zusätzliche Druck auf den Euro der Exportwirtschaft helfen: “Wenn man die niedrigen Energiepreise hinzurechnet, die Balsam für Verbraucher und den Mittelstand sind, erhält man ein ultimatives Wachstumspaket für die Wirtschaft.”

su mit dpa, Reuters