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Weitere Opfer des "Charlie-Hebdo"-Anschlags beigesetzt

Verwandte und Freunde nahmen Abschied von Bernard Verlhac, als Zeichner bekannt unter dem Namen "Tignous". Beigesetzt wurde unter anderem auch der Karikaturist Georges Wolinski.

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Weitere Opfer des "Charlie-Hebdo"-Anschlags beigesetzt

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In Frankreich sind weitere Opfer des “Charlie-Hebdo”-Anschlags beigesetzt worden.

In Montreuil, einem Pariser Vorort, nahmen Verwandte und Freunde Abschied von Bernard Verlhac, als Zeichner bekannt unter dem Namen “Tignous”.

Die Justizministerin betont hier, in Frankreich dürfe jeder alles zeichnen, auch einen Religionsverkünder. Man habe das Recht, sagt Christiane Taubira, sich über
alle Religionen lustig zu machen.

“Wir müssen das Recht wiedererlangen”, sagt Tignous’ Witwe Chloé, “Dinge wieder wie zuvor zu tun – also nicht zu schweigen, und sich zu erinnern, dass die Getöteten friedfertige Menschen waren, Anhänger der Republik. Für unsere Kinder müssen wir die Trennung von Staat und Kirche verteidigen, gerade in der Schule – das ist ganz grundlegend.”

Auf dem bekannten Pariser Friedhof Père-Lachaise wurde der Karikaturist Georges Wolinski beigesetzt.

Sein Tochter Elsa ruft zur Einigkeit auf. “Die jetzige Erregung darf keine einmalige Sache sein”, sagt sie, “die Stimmung darf nicht wieder so werden wie zuvor. Und wir müssen bedachtsam bleiben und dürfen nicht dem Hass nachgeben.”

Beigesetzt wurden an diesem Tag auch die Psychiaterin Elsa Cayat und der Wirtschaftsforscher Bernard Maris; beide schrieben für Charlie Hebdo.

Dazu kam das Begräbnis für Franck Brinsolaro – den Polizisten, der dem Redaktionsleiter Stéphane Charbonnier, oder “Charb”, seit zwei Jahren als Personenschützer zur Seite stand.