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Belgien: Razzia bei Terrorverdächtigen

10 Syrien-Heimkehrer allein in Verviers, einer belgischen Kleinstadt - die Polizei startet einen Großeinsatz.

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Belgien: Razzia bei Terrorverdächtigen

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In einer groß angelegten Aktion ist die belgische Polizei gegen ein Netzwerk mutmaßlicher Dschihadisten vorgegangen. Dem Anti-Terror-Einsatz waren nach Angaben der Regierung monatelange Ermittlungen vorausgegangen.Sie hätten Anschläge geplant, die besonders Polizeikräfte treffen sollten, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. “Die Razzien beruhten auf Erkenntnissen, die auf das Vorhandensein einer einsatzbereiten Zelle hinweisen. Einige der Mitglieder dieser Zelle sind gerade erst aus Syrien zurückgekommen. Bei den Ermittlungen haben wir Hinweise darauf gefunden, dass die Verdächtigen terroristische Anschläge im großen Stil – und in unmittelbarerer Nähe – hier in Belgien – geplant hatten.”

Bei einem Zugriff gegen mutmaßliche Islamisten im ostbelgischen Verviers wurden zwei Verdächtige getötet, ein weiterer überlebte. Polizisten oder Anwohner seien bei der Aktion nicht verletzt worden, so die Ermittler. Ein Augenzeuge berichtet: “Ich hörte den Lärm von Granaten und Schüssen. Wie ich mich fühle? Ein Schock war das schon. Ich fühle mich geschockt, verängstigt, überrascht vor allem darüber, dass so etwas hier passieren kann.” Bei dem Einsatz in Verviers hätten die Verdächtigen sofort und über mehrere Minuten auf die Polizisten geschossen; sie seien dann neutralisiert worden. In der Stadt gebe bis zu zehn Personen, die in Syrien gewesen seien, so die Polizei.

Auch in der Region um Brüssel und in der Hauptstadt selbst, wurden Razzien durchgeführt.