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Festnahmen und schärfere Sicherheitsvorkehrungen in Belgien

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Festnahmen und schärfere Sicherheitsvorkehrungen in Belgien

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Die Regierung in Belgien hat nach dem Anti-Terroreinsatz am Donnerstagabend die zweithöchste Warnstufe ausgerufen. Mit einer Reihe von Sicherheitsvorkehrungen sollen mögliche Anschläge verhindert werden. Ministerpräsident Charles Michel betonte bei einer Pressekonferenz in Brüssel, auch das Militär sei bereit, die Sicherheit des Landes zu garantieren. Der stellvertretende Ministerpräsident Alexander De Croo sagte euronews, Details über mögliche Ziele von Anschlägen seien jedoch nicht bekannt. Bei einer Polizeiaktion waren am Donnerstagabend im ostbelgischen Verviers zwei Männer getötet worden. Insgesamt nahmen die Behörden in Belgien 13 Personen fest. Auch wurden Sturmgewehre, Sprengstoff und gefälschte Pässe beschlagnahmt. Zwei weitere Terrorverdächtige wurden in Frankreich festgenommen. Die Festgenommenen würden dem Haftrichter vorgeführt, so Eric Van Der Sypt, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Seien die Haftbefehle ausgestellt, könnten die Verdächtigen angeklagt werden. Innerhalb von fünf Tagen müsse ein Entscheidung über eine weitere Gefängnishaft getroffen werden. Die Identifizierung der in Verviers getöteten Männer ist noch nicht abgeschlossen. “Mit neuen Sicherheitsvorkehrungen will sich Belgien vor möglichen Terrorangriffen schützen. Doch der Schock nach der Polizeiaktion am Donnerstagabend sitzt tief. Nicht nur weil sich alle hier in Belgien an den Terroranschlag vom vergangenen Frühsommer im Jüdischen Museum mit insgesamt vier Toten erinnern. Wie hoch die Gefahr zur Zeit ist, kann niemand genau sagen”, so unser Korrespondent Rudolf Herbert.