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Kompromiss: Polen schließt Kohlebergwerke vorerst nicht

Seit einer Woche hatten Kumpel heftig protestiert, nun haben Gewerkschaften und Regierung sich darauf geeinigt, vier Bergwerke doch nicht zu schließen...

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Kompromiss: Polen schließt Kohlebergwerke vorerst nicht

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In Polen haben sich Regierung und Gewerkschaften auf einen Kompromiss bei dem Streit um die Schließung von vier großen Kohlebergwerken geeinigt. Die Minen von Europas größtem Kohleförderer Kompania Węglowa sollen vorerst offen bleiben, das Abkommen sieht eine Umstrukturierung vor. Genaueres ist bisher nicht bekannt. In Polen gibt es aktuell 30 Bergwerke, in denen Steinkohle gefördert wird. 14 davon gehören der Kompania Weglowa.

Die angekündigte Stilllegung der veralteten Bergwerke hatte seit einer Woche für heftigen Protest tausender Arbeiter gesorgt. Mehr als 5000 Kumpel hätten ihre Jobs verloren. Sie lehnten den Übergang in eine Transfergesellschaft oder Abfindungen ab. Kohle ist die wichtigste Energiequelle des Landes, jedoch machen fallende Preise auf den Weltmarkt und der Wandel in Europa zu alternativen und umweltfreundlicheren Energien dem Sektor schwer zu schaffen. Die polnischen Bergwerke sind renovierungsbedürftig und die geförderte Kohle teuer – vor allem im Vergleich zu der des russischen Nachbarn.