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Erneut heftige Kämpfe in Donezk - Kiew: 700 russische Soldaten vor Ort

Die Kämpfe in Donezk haben sich Berichten zufolge nach einer kurzen Atempause wieder verschärft. Nach den heftigsten Auseinandersetzungen seit Wochen

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Erneut heftige Kämpfe in Donezk - Kiew: 700 russische Soldaten vor Ort

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Die Kämpfe in Donezk haben sich Berichten zufolge nach einer kurzen Atempause wieder verschärft. Nach den heftigsten Auseinandersetzungen seit Wochen am Sonntag hatte die Armee gemeldet, sie habe den Flughafen zurückerobert. Die Rebellen bestritten dies. Die Gegenoffensive sei nicht geglückt.

Kiew forderte Moskau auf, sich als Konfliktpartei zu bekennen und ein im November getroffenes Abkommen über den Abzug der Truppen zu unterzeichnen: “Die russische Seite hat das gemeinsame Dokument zum Waffenstillstand nicht unterschrieben”, so Militärsprecher Andriy Lysenko. “Die Ukraine ruft die russische Seite dazu auf, das Dokument zu unterzeichnen und ab dem 19. Januar einen Waffenstillstand sicherzustellen.”

Laut Kiew werden die Separatisten in Donezk von 700 russischen Soldaten unterstützt. Beim Beschuss der Innenstadt wurden Berichten zufolge mehrere Zivilisten verletzt. Die Separatisten hatten Kiew am Wochenende vorgeworfen, auch Teile des Stadtgebiets anzugreifen.

Auch der russische Militärangehörige Andrey Kozlov, Mitglied eines Zentrums zur Überwachung des Waffenstillstandes, beschuldigte die ukrainische Armee: “Das ukrainische Militär hat versucht, den Flughafen zurückzuerobern, das hat in Donezk und Horlivka unberechtigterweise zu zivilen Opfern geführt und verletzt zweifellos alle Waffenstillstandsvereinbarungen des Minsker Abkommens.”

Der Weltgesundheitsorganisation zufolge wurden in dem Konflikt bisher mehr als 4800 Menschen getötet und über 10.000 verletzt. Die medizinische Versorgung im Kriegsgebiet drohe zu kollabieren.