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EU will zur Terrorabwehr stärker mit islamischen Ländern kooperieren

Im Kampf gegen den islamistischen Terror wollen die Mitgliedsstaaten der EU dem Austausch von Geheimdienstinformationen künftig mehr Bedeutung

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EU will zur Terrorabwehr stärker mit islamischen Ländern kooperieren

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Im Kampf gegen den islamistischen Terror wollen die Mitgliedsstaaten der EU dem Austausch von Geheimdienstinformationen künftig mehr Bedeutung zumessen. Auch soll die Zusammenarbeit mit den Staaten der islamischen Welt verbessert werden. Der Schutz vor Terroranschlägen stand im Mittelpunkt eines Treffens der EU-Außenminister in Brüssel. Die Ergebnisse der Beratungen sollen den Staats- und Regierungschefs der EU vorgelegt werden, die im Februar zu einem Gipfeltreffen zusammenkommen wollen, das dem gleichen Thema gilt. Die Außenbeauftragte der EU, Federica Mogherini, sagte, auch der Austausch von Geheimdienstinformationen zwischen der EU und anderen Staaten müsse verstärkt werden. An den Beratungen der Außenminister nahm auch der Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, teil. Al-Arabi sagte euronews, die Arabische Liga arbeite an einer Gesamtstrategie für den Kampf gegen den Terrorismus. Anschläge müssten verhindert und den Terroristen sollte klar werden, dass die Sicherheitsbehörden hart reagierten. Al-Arabi erinnerte an den Terrorismus der Roten Brigaden in Italien und der Baader-Meinhof-Gruppe in Deutschland in den 1970er und 1980er Jahren. Die jüngsten Vorfälle in Europa aber stünden in keinerlei Zusammenhang mit dem Islam, der Islam befürworte den Terror nicht.
In den nächsten Tagen soll in Brüssel ein Expertentreffen zum Thema
Terrorfinanzierung stattfinden. Dabei wird es um Wege gehen, die Geldquellen von Terrorgruppen wie dem Islamischen Staat auszutrocknen. Unter anderem gehören Ölgeschäfte dazu.