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Leichter und besser abheben dank Innovationen aus Lublin

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Leichter und besser abheben dank Innovationen aus Lublin

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Intelligent, strapazierbar und sehr leicht… wie werden die Materialien aussehen, mit denen die Flugzeuge der Zukunft gebaut werden? Die Antwort erfahren wir hier an der Universität für Technologie in Lublin, im Osten Polens.

Sie hat eine Forschungsabteilung für Luft- und Raumfahrt Infrastruktur, doch bis vor kurzem fehlte es den Wissenschaftlern an Mitteln. Diese Zeiten sind vorbei, mit einem 3-D-Scanner, einer Wärmebildkamera und einer Temperaturkammer sind sie jetzt bestens ausgerüstet.

Der Maschinentechniker Marcin Knec erklärt: “Die Ergebnisse dieser Tests können von Partnern in der Industrie genutzt werden, um ihre Produktion anzupassen. Sie können die Herstellung von Teilen für die Luft- und Raumfahrt verkürzen. Also neue Flugzeuge schneller zusammenbauen, das würde zu billigeren Flugzeugen führen. Und am Ende würden vielleicht sogar die Passagiere weniger für ihre Flugtickets zahlen.”

Wissenschaftler eines europäischen Forschungsprojekts nutzen auch Computersimulationen, um die innere Dynamik, die Vibrationen und die Schockwirkung von neu entwickelten Materialien der Luft- und Raumfahrt besser zu verstehen. “Dank dieser Computersimulationen können wir sehr komplexe Modelle bauen. Und wir können voraussehen, wie diese Materialien auf schwierige Bedingungen reagieren werden. Diese Technik geht sehr schnell und ist billig. Computersimulationen sind die Zukunft der Luft- und Raumfahrttechnik. Es erlaubt uns neue Materialien zu entwickeln, die komplexer, sicherer und besser sind,” so Ingenieur Jerzy Podgórski.

Ausgiebige Tests sind nötig, um neue, leichte und strapazierbare Materialien zu entwickeln. Dabei greifen die Wissenschaftler auf Aluminium, Kohlenstoff- und Glasfasern zurück. Der Ingenieurin Barbara Surowska zufolge werden diese Stoffe vor allem benutzt, um die Struktur der Flugzeuge zu verstärken. Sie ersetzen Elemente aus Metall an Bord der Flugzeuge. Sie sind leichter und von besserer Qualität.

Polnischen Wissenschaftlern zufolge gehört die Universität in Lublin mittlerweile zu den führenden Forschungszentren der Luft- und Raumfahrt. Die Physikerin Jolanta Sadowaska erklärt stolz: “Unsere Ergebnisse wurden in zwei Büchern, in sechzehn Kapiteln und in 70 Artikeln, die in 24 internationalen Zeitschriften erschienen, veröffentlicht.”

Der Koordonator des CEMCAST Projekts, dass es mit besseren Maschinen allein nicht getan ist:
“Ausrüstung zu kaufen, das ist der erste Schritt. Die Ausbildung unseres Teams ist der zweite. Wir haben Austauschprogramme organisiert. Wir haben unsere Doktoranden, Doktoren und Professoren an verschiedene Orte geschickt. Wir haben nun genügend Potential, um mit der Industrie zusammenzuarbeiten.”

Die Wissenschaftler arbeiten mit großen Unternehmen wie Airbus aber auch mit lokalen, kleineren Firmen zusammen.