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Tränengas gegen Schulkinder: Kenianische Polizei in der Kritik

Die Polizei in Kenia sieht sich einer Welle der Entrüstung gegenüber. In Nairobi setzten Beamte am Montag Tränengas und Hunde gegen protestierende

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Tränengas gegen Schulkinder: Kenianische Polizei in der Kritik

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Die Polizei in Kenia sieht sich einer Welle der Entrüstung gegenüber. In Nairobi setzten Beamte am Montag Tränengas und Hunde gegen protestierende Schulkinder ein. Laut Augenzeugen mussten acht Kinder im Krankenhaus behandelt werden.

Grund des Kinderprotests: Ihr Spielplatz soll dem Parkplatz eines neuen Hotels weichen, ein Bauunternehmer hatte das Gelände während der Ferien im Dezember mit einer Mauer von der Langata Road Primary School abgetrennt.

Menschenrechtsaktivisten zufolge sei das Land illegal konfisziert worden, bei dem Bauunternehmer handele es sich um einen mächtigen Politiker. Vorwürfe illegaler Landbeschlagnahmungen haben sich in Kenia zuletzt gehäuft.

Offenbar unterstützt von Lehrern und Eltern rissen hunderte Kinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren die Mauer am Montag ein, tanzten und veranstalteten ein Fussballspiel, bis die Polizei anrückte.

Der verantwortliche Beamte des Einsatzes sagte später, er habe auf Anweisung gehandelt. Laut einem Polizeisprecher liefen inzwischen Disziplinarverfahren gegen die Beteiligten.

Viele Kenianer drücken unterdessen ihren Unmut im Internet aus, einige sammeln ihre Reaktionen auf Twitter unter #OccupyPlayGround