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Zentralafrikanische Republik: Weitere Entführung in Bangui


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Zentralafrikanische Republik: Weitere Entführung in Bangui

Die in der Zentralafrikanischen Republik entführte UNO-Mitarbeiterin ist wieder frei, das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP. Ein Sprecher der Anti-Balaka-Milizen bestätigte demnach die Freilassung. Die ausländische Uno-Mitarbeiterin sei im Beisein französischer Soldaten ihren Kollegen übergeben worden. Die christliche Anti-Balaka kämpft vor allem in der Hauptstadt Bangui gegen vermeintliche Angehörige der muslimischen Seleka-Rebellen.

Die christliche Miliz hatte für eine weitere Entführung vom Montag die Verantwortung übernommen. Dabei wurden eine französische Entwicklungshelferin, ein lokaler Mitarbeiter der katholischen Hilfsorganisation und deren Chauffeur verschleppt. Dieser war freigelassen worden. Die Entführer verlangten die Freilassung eines führenden Rebellen, Rodrigue Ngaibona, der am Samstag verhaftet wurde.

Die Zentralafrikanische Republik war im März 2013 ins Chaos gerutscht, nachdem muslimische Seleka-Rebellen die Macht an sich gerissen hatten. Seitdem kommt es immer wieder zu schwerer, religiös motivierter Gewalt. Michel Djotodia übernahm das Präsidentenamt. Er trat nach monatelangen Gewalteskalationen vor etwa einem Jahr zurück. Übergangspräsidentin Catherine Samba-Panza konnte die Gewalt bisher nicht stoppen. Mehr als eine Million Menschen wurden bereits vertrieben.

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