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Warmer (Geld-)Regen aus Frankfurt für die Börsen

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Warmer (Geld-)Regen aus Frankfurt für die Börsen

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EZB-Chef Mario Draghi hat die Aktienmärkte hochkatapultiert. Bis zu 10.454 Punkte wurden es beim Dax, plus 1,32 Prozent; plus 1,71 Prozent beim Eurostoxx50, nur Zürich verlor 0,11 Prozent.

Die Europäische Zentralbank (EZB) öffnet ihre Geldschleusen noch weiter – das letzte Mittel nach Niedrigzinsen und Billigkrediten für Banken.

Isabel Kumar, euronews: “Wir haben gerade von den Beschlüssen der Europäischen Zentralbank gehört, von manchen lang ersehnt. Was halten Sie davon?”

Jim Yong Kim, Präsident der Weltbank

“Dies ist ein Instrument, und es sollte eingesetzt werden, die Gefahr eines sich selbst herbeiführenden und kontinuierliche Deflationszyklus war sehr real.

Die andere Wahrheit ist, dass das immer noch nicht genügt, um die Probleme wirklich zu lösen. Die Länder mit den meisten Problemen müssen ihre Reformen vorantreiben. Was für eine Chance! Die Ölpreise historisch niedrig und jetzt noch diese quantitative Lockerung. Das ist der Moment zum Anpacken.”

Die Ziele der EZB: Mehr Wachstum, höhere Preise.

Die bereits hohen Markterwartungen seien nicht
enttäuscht worden, so Experten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Besonders Auto- und Bankaktien profitierten von der Aussicht auf mehr Liquidität und einen billigen Euro.

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos war die EZB Tagesgespräch.

Sarah Chapell, euronews:

“Trotz einiger Bedenkenträger herrschte allgemein Begeisterung auf dem Forum über die markante Aktion der Europäischen Zentralbank. Mehrere Delegierte haben auf das offene Ende des Programms hingewiesen. Die quantitative Lockerung dürfte uns eine Weile erhalten bleiben.”

Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn kritisierte die Entscheidung der EZB als illegale und unsolide Staatsfinanzierung durch die Notenpresse: “Das ist nach Artikel 123 des EU-Vertrages eigentlich
verboten und bedarf der Klärung durch das deutsche
Verfassungsgericht”.

su mit dpa, Reuters