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Euro-Wirtschaft setzt zaghaft Muskeln an

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Euro-Wirtschaft setzt zaghaft Muskeln an

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Noch vor dem Doping durch die Geldschwemme der Europäischen Zentralbank (EZB) zeigt sich die Wirtschaft der Euro-Zone in ansteigender Form.

Allerdings mussten die Unternehmen im Januar ihre Preise nochmal senken – wegen günstigerer Energiekosten sogar so kräftig wie seit fast fünf Jahren nicht mehr. “Für die privaten Haushalte sind die niedrigen Ölpreise ein Segen, wenngleich dies unweigerlich die Sorgen vor einer drohenden Deflation vergrößert”, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson zur Umfrage seines Instituts unter 5.000 Unternehmen.

Der Einkaufsmanagerindex für Industrie und Dienstleister legte zu Jahresbeginn um 0,8 auf 52,2 Punkte zu. Das ist der beste Wert seit fünf Monaten.
Ökonomen hatten nur mit 51,8 Zählern gerechnet. Ab 50 Punkten signalisiert das Barometer Wachstum.

“Allerdings ist die Wachstumsrate nach wie vor besorgniserregend niedrig”, warnt Williamson .
“Die Konjunktur steht nicht nur weiter auf wackligen Beinen, sondern bleibt auch anfällig für Risiken und Rückschläge.”

Während die Konjunktur in Italien, Spanien und Deutschland nach oben weist, kommt Sorgenkind Frankreich nicht in Schwung. Die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone fährt den neunten Monat in Folge im Rückwärtsgang.

Die EZB flutet im Kampf gegen eine langanhaltende Konjunkturflaute die Märkte mit mehr als einer Billion Euro.

su mit dpa, Reuters