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Eine Entscheidung mit Folgen: Griechenland wählt heute neues Parlament

In Griechenland hat die viel beachtete Parlamentswahl begonnen. Die Wahl gilt als richtungsweisend für die künftige Spar- und Sozialpolitik des hoch

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Eine Entscheidung mit Folgen: Griechenland wählt heute neues Parlament

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In Griechenland hat die viel beachtete Parlamentswahl begonnen. Die Wahl gilt als richtungsweisend für die künftige Spar- und Sozialpolitik des hoch verschuldeten Landes. Knapp zehn Millionen Griechen sind wahlberechtigt, seit 7 Uhr Ortszeit sind die Wahllokale geöffnet.

Der amtierende Ministerpräsident Antonis Samaras verlor keine Zeit. Er gab seine Stimme am frühen Morgen auf der Halbinsel Peloponnes ab. Doch ob der frühe Vogel heute wirklich den Wurm fängt, ist mehr als fraglich.

Der 63-jährige Wirtschaftswissenschaftler und seine Partei Nea Dimokratia hatten im Wahlkampf einen schweren Stand bei der Verteidigung des Sparkurses und versuchten es mit Schreckenszenarien für den Fall einer Abkehr.

In Umfragen lag die Regierungspartei zuletzt mehr als sechs Prozentpunkte hinter dem oppositionellen Linksbündnis Syriza unter Alexis Tsipras. Der 40-jährige Ingenieur und Stadtplaner verspricht eine Abmilderung des Sparkurses und will einen Schuldenschnitt für das Land. Bei Letzterem bekommt sie Unterstützung von den Unabhängigen Griechen, einer von der Nea Dimokratia abgespaltenen Partei.

Die anstehende Wahl hatte im Vorfeld für viel Unruhe unter Geldgebern gesorgt, bis hin zu Diskussionen über einen Austritt Griechenlands aus dem Euro. Euronews-Reporterin Foteini Doulgkeri: “Griechenland steht heute an einem Scheideweg. Aber ein klares Votum für Syriza hätte wohl auch für andere Länder Südeuropas eine nicht zu unterschätzende Signalwirkung.”