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Siege und Punkte in St. Moritz und bei den Klassikern von Kitzbühel


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Siege und Punkte in St. Moritz und bei den Klassikern von Kitzbühel

Willkommen bei Gravity, unserer wöchentlichen Sendung rund um den alpinen Skisport.

Lindsey Vonn ist inzwischen die Rennfahrerin mit den meisten Weltcupsiegen.

Am Sonntag hat sie nun in Sankt Moritz gleich noch einen draufgelegt.

Am Tag nach ihrem schweren Fehler in der Abfahrt zeigte Lindsey Vonn, was in ihr steckt: Im Super-G kam keine Konkurrentin an sie heran.

Stark fuhren auch Anna Fenninger und Nicole Hosp aus Österreich: Trotzdem blieben ihnen nur die Plätze zwei und drei.

Mit Cornelia Hütter, Nicole Schmidhofer und Regina Sterz kamen noch drei
weitere Österreicherinnen unter die ersten zehn.

Viktoria Rebensburg wurde als Achte beste Deutsche.

Mit dem Erfolg von Sankt Moritz kommt Lindsey Vonn nun auf 64 Siege im Weltcup.

Sie führt knapp vor Anna Fenninger auch die Super-G-Weltcupwertung an.

Im Gesamtweltcup liegt dagegen Tina Maze aus Slowenien klar vorn, ebenfalls vor Fenninger.

Die Slowenin büßte aber an Vorsprung ein; in der Abfahrt von Sankt Moritz fuhr sie schwach, im Super-G schied sie aus.

Der Super-G von Sankt Moritz war bei den Frauen das letzte Rennen vor der WM in Colorado.

Um die Titel dort kämpfen die Jungen – wie Shiffrin, Gut oder Fenninger – ebenso wie noch einmal die alte Garde: Vonn, Maze oder Görgl.

Unser Experte rechnet mit einem Kampf zwischen den Generationen: “Na, ich hoffe doch sehr”, sagt der einstige Skirennfahrer Franck Piccard. “Davon hat jeder was, wenn der Skisport sich immer wieder verjüngt.”

“Das hat es immer gegeben, die Platzhirsche und die jungen Talente”, meint Piccard. “Die Jungen kommen nach mit neuer Fahrtechnik, mit neuen Vorbereitungsmethoden. Das war bei Shiffrin so, und so wird es auch bei anderen sein.”

“Die Alten bauen auf ihre Erfahrung, auf ihre Fähigkeit, die Zügel fest in der Hand zu halten. So treiben sich alle gegenseitig zu Spitzenleistungen. Wer da am Ende oben stehen wird, kann man unmöglich sagen.”

“Über die ganze Weltcupsaison gesehen, setzt sich doch oft die Erfahrung durch”, meint Piccard zum Schluss noch: “Aber bei einer WM kann auch jemand gewinnen, der ganz jung ist und viel Talent mitbringt.”

Was haben Dominik Paris, Alexis Pinturault, Kjetil Jansrud und Mattias Hargin gemeinsam?

Alle vier haben an diesem Wochenende in Kitzbühel gewonnen – und das sind Siege, fast soviel wert wie WM- oder Olympiagold.

Dominik Paris gewann das Rennen im Super-G: Der Italiener aus Südtirol verhinderte damit einen Doppelsieg der Einheimischen; Matthias Mayer und Georg Streitberger kamen auf die Plätze.

Alexis Pinturault gewann wie im Vorjahr die Superkombination. Der Franzose siegte vor Marcel Hirscher aus Österreich und dem Tschechen Ondrej Bank.

Zum ersten Mal in seiner Karriere gewann der Norweger Kjetil Jansrud die – wenn auch verkürzte – Abfahrt auf der Streif, vor Dominik Paris und dem Franzosen Guillermo Fayed.

Und im Slalom war dann Mattias Hargin der Schnellste: Für den Schweden war es auch der erste Weltcupsieg überhaupt – vor Marcel Hirscher und dem Deutschen Felix Neureuther.

Nach diesem Rennwochenende in Kitzbühel ein Rückblick auf die Streif am 21. Januar 2012: Wegen des Schneetreibens muss damals die Abfahrt verkürzt werden.

Das hindert den Schweizer Didier Cuche aber nicht daran, ein einheimisches Trio hinter sich zu lassen: Romed Baumann, Klaus Kröll und Joachim Puchner.

An jenem Tag gewinnt Cuche auf der Streif zum fünften Mal, das war und ist Rekord.

Versagt blieb ihm dagegen ein Sieg vor heimischem Publikum: Bei der Lauberhornabfahrt in Wengen, einem ähnlichen Klassiker, reichte es immer nur zu Platz zwei.

Wenige Wochen nach Kitzbühel 2012 folgt dann in Schladming Cuches Abschied von den Weltcup-Pisten, für Fans und Kameras eigens im historischen Aufzug und auf altertümlichen Brettern – daran erinnert man sich auch noch nach Jahren.

Nächsten Sonntag dreht sich dann hier bei Gravity alles um die alpine Ski-WM im amerikanischen Vail.

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