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Ukraine: Verhärtete Fronten nach Angriff auf Mariupol

Einen Tag nach dem schweren Angriff auf die Hafenstadt Mariupol sind die Fronten im Ukraine-Krieg so verhärtet wie selten zuvor: Die militärischen

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Ukraine: Verhärtete Fronten nach Angriff auf Mariupol

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Einen Tag nach dem schweren Angriff auf die Hafenstadt Mariupol sind die Fronten im Ukraine-Krieg so verhärtet wie selten zuvor: Die militärischen Auseinandersetzungen hielten am Sonntag östlich von Donezk an, das meldeten sowohl Armee als auch Aufständische. In Mariupol war die Lage ruhig.

Der Raketenangriff vom Samstag kam laut der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa aus dem Rebellengebiet östlich der Stadt. Die Separatisten hatten zuvor eine Großoffensive angekündigt. Sie beschuldigten jedoch die Armee, für den Angriff mit mindestens 30 zivilen Todesopfern verantwortlich zu sein. Kiew ordnete Staatstrauer an. Auf dem Maidan wurde mit Blumen und Kerzen an die Opfer erinnert.

Demonstranten forderten den russischen Präsidenten Wladimir Putin dazu auf, die Unterstützung der Separatisten zu beenden. Auf die gleiche Forderung aus Washington und seitens der NATO gab es aus Moskau die bekannte Reaktion: Russland unterstütze die Separatisten nicht. Die Ukraine sei für die Verschärfung der Lage verantwortlich.

In Kiew betonte Präsident Petro Poroschenko bei einer Sitzung des Sicherheitsrates die Notwendigkeit einer friedlichen Lösung. Es gebe keine Alternative. Er hatte erst vor Kurzem die Mobilmachung Zehntausender Soldaten angeordnet.