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Wie Meisterwerke sicher transportiert werden

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Wie Meisterwerke sicher transportiert werden

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Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit beim Transport könnte dieses unschätzbar wertvolle Werk beschädigen. Deshalb arbeitet die Galerie mit einem Team

Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit beim Transport könnte dieses unschätzbar wertvolle Werk beschädigen. Deshalb arbeitet die Galerie mit einem Team von Ingenieuren zusammen, um eine neue Technologie auszuprobieren. Direktorin des Barberini-Palazzos Cinzia Ammannato erklärt: “Diese Galerie hat eine wertvolle Sammlung mit Werken aus dem 12. Jahrhundert, viele unserer Werke sind von unschätzbarem Wert – nicht nur von einem wirtschaftlichen Standpunkt aus betrachtet, sondern auch kulturell.”

Sichtbare Schäden gibt es auf den Reisen fast nie, trotzdem sind Restauratoren besorgt, dass mikroskopisch kleine Probleme auftreten könnten, wie zum Beispiel, wenn das Gemälde extremen Bedingungen ausgesetzt wird.

Ugo Maria Colesanti, Ingenieur vom Unternehmen Wsense sagte: “Wir befestigen die Sensoren auf den Aluminium-Teilen mit einem speziellen Leim. Dieser muss dann erst mal fest werden und anschließend können wir die Vibrationen während des Transports messen.”

Einige der Sensoren sind am Rahmen des Gemäldes festgebracht, andere an der Transportbox. Diese Messungen werden dann miteinander verglichen und zeigen, wie effizient der Kasten die äußeren Schocks abfängt.”

Reporter Denis Loctier: “Egal wie das Wetter auch ist, das Gemälde muss in dem Transporter geschützt sein – vor Wetterveränderungen, Feuchtigkeit und Vibrationen. Die Sensoren überwachen das Gemälde den kompletten Weg bis zum Endziel.”

Die Daten der Sensoren werden fortwährend aufgezeichnet, darunter klimatische Veränderungen und mögliche Schocks während des Transports. Die Sensoren wurden an der römischen Universität “La Sapienza” entwickeln. Sie sind energiesparsam. Dadurch können sie Wochen oder sogar Monate überdauern. Sie sind auch sehr robust und können im Freien verwendet werden.

Computer-Expertin Chiara Petrioli von der Universität “La Sapienza” sagte: “Diese Technologie hat das Potenzial in verschiedensten Situationen zum Einsatz zu kommen – und zwar mit geringem Energieverbrauch. Neben Kunstwerken können wir auch größere Objekte wie Tunnel oder Brücken überwachen.”

Nach sechs Stunden erreicht “Narziss” sein Ziel – die berühmte Palladiana-Basilika im italienischen Vicenza. Die Aufnahme wird nun zeigen, ob der Transport sicher über die Bühne gegangen ist. Diese Daten können die Versicherungskosten verringern, und dadurch wird der Austausch von Kunstwerken erschwinglicher.

Während Experten bereits die Oberfläche des Gemäldes auf Schäden untersuchen, laden die Ingenieure die Daten herunter, mit der die Reise detailliert aufgerufen werden kann.

Ugo Maria Colesanti, Ingenieur vom Unternehmen Wsense unterstreicht: “Nachdem wir die Informationen auf unseren Computer herunter geladen haben, können wir die Kurven von Temperatur und Feuchtigkeit während des Transportes anschauen. Hier zum Beispiel gab es eine Erschütterung, aber dieser Vorfall wurde innerhalb der Box komplett abgedämpft. Das ist ein Hinweis darauf, dass das Werk korrekt isoliert wurde.” Nun wollen die Ingenieure eine kompatible Smartphone App entwickeln, damit die Reise der Meisterwerke in Echtzeit verfolgt werden kann.

http://genesi.di.uniroma1.it/