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Kurden erobern Kobani

Nach monatelangen Gefechten mit der Dschihadisten-Miliz IS haben kurdische Kämpfer die nordsyrischen Grenzstadt Kobani weitgehend eingenommen.

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Nach monatelangen Gefechten mit der Dschihadisten-Miliz IS haben kurdische Kämpfer die nordsyrischen Grenzstadt Kobani (arabisch: Ain Al-Arab) weitgehend eingenommen. Nach Einschätzung des US-Militärs kontrollieren sie 90 Prozent von Kobani. Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) hissten ihre Flagge auf einem Berg der Kobani überragt. Die YPG gilt als der PKK nahestehend.

In den östlichen Stadtvierteln, die von den IS-Kämpfern vermint wurden, gibt es noch einige Widerstandsnester. Auch in mehreren hundert Dörfern im Umland halten sich noch viele Dschihadisten auf. Sie zu vertreiben dürften weitaus schwieriger werden, vermuten Militärexperten, weil im offenen Gelände die Dschihadisten einen Bewegungskrieg führen können und ein weitaus schlechteres Ziel für die Luftangriffe der USA und ihrer Verbündeten bieten.

Im osttürkischen Diyabarkir führten mehrere hundert Menschen Freudentänze vor der Provinzverwaltung auf. Die Rückeroberung von Kobani gilt als wichtig, weil zum einen die Dschihadisten eine erste schwere Niederlage erlitten, zum anderen weil die kurdischen Truppen ihren Einflussbereich ausweiten konnten.