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Neues Lebenzeichen: Fidel Castro zur Annäherung an die USA

Der einstige kubanische Staatsführer äußert sich in einem offenen Brief. Dort schreibt er unter anderem, der Politik der USA traue er nicht. Trotzdem sei er aber dafür, Konflikte friedlich zu lösen.

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Neues Lebenzeichen: Fidel Castro zur Annäherung an die USA

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Fidel Castro hat sich nach längerem wieder zu Wort gemeldet: In einem offenen Brief äußert er sich unter anderem zu der Annäherung zwischen Kuba und den USA.

Der einstige Staatsführer, inzwischen 88 Jahre alt, schreibt dort allerdings, der Politik der USA traue er nicht. Trotzdem sei er aber dafür, Konflikte friedlich zu lösen.

Kuba sei immer für Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen den Völkern; das gelte auch für politische Gegner.

Castros war an den kubanischen Studentenbund gerichtet, wurde aber überall veröffentlicht.

Die Annäherung zwischen den beiden Ländern war letzten Monat verkündet worden.

Seitdem wurden auf beiden Seiten Gefangene freigelassen und einige Erleichterungen beschlossen, zum Beispiel für Reisen oder Geldüberweisungen.

Die diplomatischen Beziehungen werden wieder aufgenommen, und Botschaften sollen eingerichtet werden.

Letzte Woche reiste eine amerikanische Abordnung nach Kuba, um dort erste Gespräche zu führen.

Castro hatte 1959 den damaligen Diktator Fulgencio Batista gestürzt.

Sein kommunistisches Regime war den USA aber ein Dorn im Auge, die daher gegen Kuba ein Wirtschaftsembargo verhängten und auch politische Kontakte abbrachen.

2008 gab Fidel Castro die Macht endgültig an seinen Bruder Raúl ab, der inzwischen aber auch schon 83 Jahre alt ist.

Fidel selbst war vor einem Jahr das letzte Mal öffentlich zu sehen gewesen; die letzten Monate, bis zu seiner jetzigen Wortmeldung, war daher viel über seinen Zustand spekuliert worden.

Im Sommer empfing er bei sich den chinesischen und den russischen Präsidenten; davon wurden aber nur Fotos veröffentlicht.

Seine früher regelmäßigen Zeitungskolumnen erscheinen ebenfalls kaum noch; zuletzt gab es eine im Oktober.

Vor gut zwei Wochen aber wurde ein Brief an seinen guten Bekannten Diego Maradona bekannt, die argentinische Fußballgröße.

Damit hatten zumindest die Spekulationen darüber fürs erste ein Ende, ob Fidel Castro überhaupt noch lebe.