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Solar-Carport erzeugt Strom direkt vor der Haustür

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Solar-Carport erzeugt Strom direkt vor der Haustür

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Carports sind längst nicht mehr nur Unterstellplätze für Autos und Fahrräder, sondern mit Sonnenkollektoren ausrüstetet, ergiebige Solarstromanlagen

Carports sind längst nicht mehr nur Unterstellplätze für Autos und Fahrräder, sondern mit Sonnenkollektoren ausrüstetet, ergiebige Solarstromanlagen direkt vor der Haustür!Die Fahrzeugbatterie wird über eine Zapfsäule mit dem nötigen Saft versorgt. Der bayerische Autohersteller BMW hat die Solaranlage in das heimische Energiesystem integriert. Das System und wurde speziell für die neuen Elektromodelle i3 und i8 entwickelt und war auf der diesjährigen Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas zu sehen.

Julian Lienich, BMW: “Wir streben eine völlige Integration unserer Elektroautos an. Der Wagen wird zu einem Teil Ihres Hauses und der heimischen Energieversorgung. Sie haben die Solarstromanlage und Stromversorgung des Hauses, mit unserem System wird das Auto ans existierende Netz angeschlossen.”

Die auf dem Dach des Carports erzeugte Energie wird über die integrierte Ladestation “Wallbox Pro” abgerufen. Diese gibt an, wie viel Solarstrom bereits geladen wurde und wie das Verhältnis von Solar- und Netzstrom bei den vergangenen Ladevorgängen aussah.

Die schlanke Struktur besteht aus Carbonelementen und Streben aus Bambus. Für die Stromerzeugung sorgen Solarmodule in Glas-auf-Glas-Bauweise, die lichtdurchlässig und angeblich besonders langlebig sind und einen hohen Energieertrag aufweisen.

Julian Lienich, BMW: “Wenn Sie wollen, können Sie Ihr Auto allein mit Solarstrom aufladen, indem Sie die im Verlauf des Tages gespeicherte Energie nachts anzapfen. Möglich ist das Dank eines Smart Home Energiesystems, an das Auto angeschlossen ist.”

Überschüssige Energie kann in den Haushaltsstrom gespeist werden. Und sollte nicht genügend Solarstrom vorhanden sein, wird das Fahrzeug automatisch in den günstigsten Tarifzeitfenstern geladen. Das intelligente Ladeangebot von BMW für Elektrofahrzeuge wird ab 2016 verfügbar sein. Solar-Carport Konzepte anderer Anbieter sind bereits auf dem Markt erhältlich.

Aufzug vertikal und horizontal

Vom intelligenten Stromnetz zum intelligenten Aufzugssystem. ThyssenKrupp arbeitet an einem innovativen Konzept, bei dem die Kabinen fahren nicht nur hoch und runter fahren, sondern auch horizontal unterwegs sind. Und zwar mithilfe von Linearmotoren, die an jeder Kabine befestigt sind und ein elektromagnetisches Feld erzeugen, mit dessen Hilfe die Kabine fortbewegt wird, nach dem Vorbild der Magnetschwebebahn.

Das traditionelle Aufzugsseil entfällt. Dadurch kann der neue Aufzug sowohl vertikal als auch horizontal und mit mehreren Kabinen in einem Schacht fahren. Werden zwei Schächte miteinander verbunden, entsteht eine flüssiger und flexibler Transportkreislauf.

MULTI heißt das Projekt, Vorlage war der gute alte Paternoster, in dem
mehrere selbstfahrende Aufzugskabinen in einem Umlaufsystem betrieben werden. Mit dem Unterschied, dass beim neuen MULTI-System die Kabinen viel schneller unterwegs sind und auf Wunsch anhalten können.

Die Geschwindigkeit soll bei fünf Metern pro Sekunde liegen. Dadurch erhöht sich die Beförderungskapazität in einem Schacht um bis zu 50 Prozent. Für den Benutzer bedeutet das: weniger warten.

Das System wäre außerdem platzsparend. Rund 40 bis 50 Prozent gehen einem Hochhaus derzeit durch Aufzugsschächte an Nutzfläche verloren.

Ende 2016 soll das neue Aufzugssystem in einem 100 Meter hohen Turm in Rottweil (Baden-Württemberg) getestet werden.