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Varoufakis ist der Mann der Stunde

Wir sprachen mit unserem Korrespondenten Stamatis Giannisis in Athen. euronews: “Endlich steht das Kabinett. Was bedeutet vor allen Dingen die

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Varoufakis ist der Mann der Stunde

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Wir sprachen mit unserem Korrespondenten Stamatis Giannisis in Athen.

Meinung

Wenn jemand die Wirtschaftspläne von Syriza auf internationaler Ebene verteidigen kann, dann ist es Varoufakis.

euronews:
“Endlich steht das Kabinett. Was bedeutet vor allen Dingen die Ernennung von Giannis Varoufakis zum Finanzminister?”

Giannisis:
“Hauptsächlich besteht das neue Kabinett aus Syriza-Parteimitgliedern, auch wenn der Posten des Verteidigungsministers an Panos Kammenos von der rechtspopulistischen Partei der Unabhängigen Griechen ging.

Mit diesem Kabinett sendet Tsipras eine Botschaft an die griechische Bevölkerung, aber vor allem auch ans Ausland,
und zwar dass Griechenland eine komplett neue Regierung hat mit einem Programm, welches sich von der vorherigen Regierung unter Antonis Samaras deutlich unterscheidet.

Eine Schlüsselposition hat Varoufakis jetzt als Finanzminister. Er hat sich in der Vergangenheit oft widersprüchlich über den griechischen Schuldenberg geäußert. Varoufakis ist promovierter Wirtschaftswissenschaflter und verfügt über Anerkennung im In- und Ausland. Und wenn es jemanden gibt, der die Wirtschaftspläne der Syriza-Partei auf internationaler Ebene verteidigen kann, dann ist er es.”

euronews:
“Was sind jetzt die unmittelbaren Prioritäten des neuen Kabinetts von Alexis Tsipras?”

Giannisis:
“In den nächsten Tagen werden wir erst einmal abwarten müssen, eventuell werden wir schon ein paar politische Initiativen sehen. Zunächst muss das neue Parlament aber den Präsidenten der Kammer wählen, und die Wahl des Staatspräsidenten ist auch nicht zu vergessen. Schließlich ist das der Grund, warum es Neuwahlen gab. Das vorherige Parlament hat es ja nicht fertiggebracht, einen Staatspräsidenten zu wählen. Danach wird die neue Regierung dem Parlament ihre neue Politik vorstellen. Das dauert drei Tage. Ich glaube, dass wir erst Mitte Februar einen Geschmack von der Politik der neuen griechischen Regierung kriegen.”