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Das dunkle Netz: Nur für Verbrecher und Terroristen?

Behörden schlagen Alarm: Im dunklen Netz, dem “verborgenen” Teil des Internets, tummeln sich Erkenntnissen der Polizei zufolge zusehends Kriminelle

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Das dunkle Netz: Nur für Verbrecher und Terroristen?

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Behörden schlagen Alarm: Im dunklen Netz, dem “verborgenen” Teil des Internets, tummeln sich Erkenntnissen der Polizei zufolge zusehends Kriminelle, zwielichtige Geschäftemacher und Terroristen. Im dunklen Netz wird im Schutz der Anonymität unter anderem mit Waffen, Drogen, gefälschten Ausweispapieren und Kinderpornographie gehandelt, im dunklen Netz gibt es fast nichts, was man nicht bekommt. Auch Terroristen sind hier unterwegs und können sich vergleichsweise unbehelligt austauschen. Hundertprozentige Anonymität bietet das dunkle Netz zwar auch nicht, doch über verzweigte Systeme aus Rechnern und Netzwerken ist die Verfolgung weitaus schwieriger und mitunter unmöglich.

Oder ist das dunkle Netz viel mehr als ein Tummelplatz von Verbrechern, eine gute Sache nämlich? Es bietet Schutz vor dem Zugriff der Polizei und von Geheimdiensten, im dunklen Netz kann man sich noch weitgehend frei bewegen, man hinterlässt so gut wie keine Spuren und keine IP-Adresse, hier kann man jene Freiheit auskosten, für die das Internet einst stand. Hier ist man nicht ständig dem Überwachungsstaat ausgesetzt, man kann tatsächlich frei sein und frei seine Meinung äußern. Nicht zuletzt die Enthüllungen des Edward Snowden haben das Feuer dieser Diskussion erneut heftig aufflammen lassen.

In unserer Sendung “On the Frontline” spricht Moderator Paul Hackett mit Preston Byrne von Eris Industries, einer Firma, die Verschlüsselungssysteme entwickelt und herstellt, sowie Rob Wainwright, dem Direktor vom Europäischen Polizeiamt (Europol).