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Gedenkjahr zum 50. Todestag von Winston Churchill

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Gedenkjahr zum 50. Todestag von Winston Churchill

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Zum 50. Todestag von Winston Churchill erinnern diverse Ausstellungen an den britischen Staatsmann, der vielen seiner Landsleute bis heute als einer

Zum 50. Todestag von Winston Churchill erinnern diverse Ausstellungen an den britischen Staatsmann, der vielen seiner Landsleute bis heute als einer der bedeutendsten Briten der Geschichte gilt, auf einer Stufe mit William Shakespeare und Charles Dickens. Als beharrlicher Premierminister führte er Großbritannien durch den Zweiten Weltkrieg. Das kann man noch heute in den “Churchill War Rooms” nahe der Downing Street in London nachvollziehen.

Der Mythos ist durch nichts zu erschüttern, erklärt Direktor Phil Reed. “Die Fakten über Churchill sind hinlänglich bekannt, vielleicht kennen wir ihn heute ein bisschen genauer. Je mehr wir über ihn wissen, desto greifbarer und vielschichtiger wird die Vorstellung, die wir von ihm und seinem Leben haben.”

Sein Widerstand gegen Nazi-Deutschland machte Churchill auf der Insel und international zu einer Symbolfigur. Er war ein Mann der Tat, der auch vor einem kriegsbedingten Bündnis mit Stalin nicht zurückschreckte und sich für eine “Große Allianz” zwischen Großbritannien, der Sowjetunion und den USA einsetzte.
Berühmt sind seine mitreißenden Reden, mit denen er die Massen überzeugte.

Kritik am politischen Draufgänger Churchill, der in seiner langen Karriere auch Rückschläge erlebte und Fehler machte, sind zum 50. Todestag eher Nebensache. Dazu der Urenkel Randolph Churchill: “Churchill war nicht in jeder Hinsicht perfekt, er beging einige Fehler. Er war sehr menschlich, er kam mit jedermann schnell in Kontakt, mit Soldaten oder Wissenschaftlern. 50 Jahre nach seinem Tod hat er einen ganz besonderen Platz im Herzen der Nation.”

Winston Churchill starb am 24. Januar 1965 im Alter von 90 Jahren und wurde nach einem Staatsakt nahe Blenheim Palace beigesetzt.

Churchill war nicht nur Vollblut-Politiker, sondern passionierter Maler und ein begnadeter Schriftsteller. Für sein historisch-biografisches Werk und seine Reden erhielt er 1953 den Nobelpreis für Literatur.

Im Rahmen des Gedenkjahres zum 50. Todestag werden aber wohl vor allem die staatsmännischen Leistungen des Mannes beleuchtet.

Die Liste der Veranstaltungen ist im Internet unter der Webseite "Churchill 2015" zu finden.