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Griechenland: Raumpflegerinnen feiern vor Finanzministerium

Griechische Raumpflegerinnen in Triumphpose vor dem Athener Finanzministerium. Im Jahr 2013 waren sie vor die Tür gesetzt worden – aus

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Griechenland: Raumpflegerinnen feiern vor Finanzministerium

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Griechische Raumpflegerinnen in Triumphpose vor dem Athener Finanzministerium. Im Jahr 2013 waren sie vor die Tür gesetzt worden – aus Kostengründen. Seitdem harrten aus Protest bis zu 600 Renigungskräfte vor dem Gebäude aus. Jetzt will die neue Regierung tausende ehemalige Staatsbedienstete wieder einstellen. Eine Reinigungskraft sagt:

Meinung

Das Geld verschwand in ein schwarzes Loch

“Wir haben 19 Monate gekämpft. Das war ermüdend und frustrierend. Jetzt fühlen wir uns rehabilitiert für all die vergangenen Monate.”

Für den Wandel steht der neue Finanzminister Giannis Varoufakis. Er will nicht nur entlassene Staatsbedienstete wieder einstellen, sondern auch den
Mindestlohn in der Privatwirtschaft anheben und das gestrichene Weihnachtsgeld wieder auflegen:

“Wir werden jetzt die Fehler wiedergutmachen, die sogar Menschenleben gefordert haben. Die Fehler waren teuer für unsere europäischen Partner. Das Problem ist nicht, dass Deutschland, Italien oder die ärmere Slowakei Griechenland zuwenig Geld gegeben haben. Im Gegenteil. Sie gaben mehr Geld als sie sollten. Aber es verschwand in ein schwarzes Loch.”

Varoufakis bezeichnete die Aufnahme von immer mehr Krediten als “aussichtslos”. “Dieses Schneeballsystem muss aufhören”, sagte er bei der Übernahme seines Ministeriums. Die Griechen würden künftig “nur das ausgeben, was sie verdienen”.

Die euronews-Korrespondentin in Athen sagte:

“Der neue griechische Finanzminister will das Sparprogramm beenden, das neue Schulden zu nicht tragbaren Schulden hinzufügt und das Kapital von der Realwirtschaft fernhält.”