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Laufroboter Hector: Geschmeidig wie die Stabheuschrecke

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Laufroboter Hector: Geschmeidig wie die Stabheuschrecke

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Hector ist ein Laufroboter und den natürlichen Bewegungen der Stabheuschrecke nachempfunden. Der Roboter hat elastische Gelenke und benutzt

Hector ist ein Laufroboter und den natürlichen Bewegungen der Stabheuschrecke nachempfunden. Der Roboter hat elastische Gelenke und benutzt bioinspirierte Koordinationsmechanismen. Auf Erkundungstour im Labor ist er dazu in der Lage, sich dem jeweiligen Gelände anzupassen, in dem er seine sechs Beine unabhängig voneinander bewegt. Hector wurde an der Universität Bielefeld in der Forschungsgruppe Biomechatronik entwickelt und ist eine reine Forschungsplattform.

Jan Paskarbeit, Entwickler von Hector und Mitglied der Forschungsgruppe Biomechatronik: “Wir werden ihn nicht in die Kanalisation schicken oder so, sondern es geht nur darum, das Laufverhalten oder das sechsbeinige Laufverhalten konkret zu verstehen, beziehungsweise Theorien aus der Biologie zu testen und dann mit neuen Ideen anzureichern.”

Im Inneren des mechanischen Insekts werden Sensordaten so zusammengeführt, dass Hector nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum dazulernt und beispielsweise beim zweiten Versuch das Bein höher hebt, um auf unebenem Gelände voranzukommen. Den Wissenschaftlern schwebt noch mehr vor.

Jan Paskarbeit: “Für Hector werden jetzt gerade Kamerasysteme entwickelt, die ein bioinspiriertes Bild der Umgebung liefern sollen, das heißt, Hector wird dann auch, ähnlich wie ein Insekt, sehen können.

Zusätzlich soll es Fühler geben, damit Hector ebenso wie ein Insekt, Hindernisse abtasten und erkennen kann.
Hector ist knapp einen Meter lang und sein ultraleichter Panzer besteht aus kohlefaserverstärktem Kunststoff.Wissenschaftler aus acht verschiedenen Forschungsgruppen sind im Rahmen eines rund 740.000 Euro teuren Großprojekts am Bau von Hector beteiligt.