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Ostukraine: Vorbereitungen auf Kampf um Verkehrsknotenpunkt Debaltsewe

Die Stadt Debaltsewe ist fast vollständig von Stellungen der Separatisten umgeben. Die Regierungstruppen rechnen jederzeit mit einem Angriff.

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Ostukraine: Vorbereitungen auf Kampf um Verkehrsknotenpunkt Debaltsewe

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Sie bereiten sich auf den nächsten Angriff der Separatisten vor: Die Freiwilligen vom Donbass Bataillon der ukrainischen Nationalgarde stehen in Lyssytschansk bereit, um die Einnahme des etwa 90 Kilometer weiter südlich gelegenen Verkehrsknotenpunkts Debaltsewe zu verhindern. Sie wollen unter den Kämpfern auf der Gegenseite Soldaten der russischen Luftwaffe gesehen haben. “Das ist die reguläre russische Armee”, sagt ein Gardist mit dem Kriegsnamen “Menphis”. “Sie haben so viel Ausrüstung, zum Beispiel sehr viele Panzer. Es ist ausgeschlossen, dass das Hinterlassenschaften der ukrainischen Truppen sind.”

Die Truppen aus Lyssytschansk sollen die Einnahme Debaltsewes auf jeden Fall verhindern, so unser Reporter Sergio Cantone: “Die Männer rechnen jeden Moment mit einem Angriff, denn die Kampflinie verschiebt sich. Deswegen bauen sie die Verteidigung aus.”

Debaltsewe ist fast vollständig von Stellungen der Separatisten umgeben. Die Stadt mit etwa 26.000 Einwohnern steht regelmäßig unter Beschuss. Ukrainischen Angaben zufolge gab es bereits mehrere zivile Opfer.

Die Separatisten bereiten sich eigenen Angaben zufolge auf einen Angriff vor. Der Regierungschef der selbst ernannten Volksrepublik Donezk hatte am Samstag erklärt, die Stadt vollständig einkreisen zu wollen. Sprecher Eduard Basurin: “Die Frontlinie Richtung Debaltsewe spielt für unsere Republik eine entscheidende Rolle. Die ‘Zunge von Debaltsewe’, wie auch gesagt wird, liegt sehr nahe an bevölkerungsreichen Gebieten.”

Die Präsenz der Regierungstruppen in Debaltsewe stelle eine Bedrohung für Zivilisten dar, so die Rebellen. Ein Ziel sei es, die Streitkräfte aus bevölkerungsreichen Gebieten zurückzudrängen.