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Spirale der Gewalt im Nahen Osten dreht sich schneller

Bei einem Raketenangriff der Hisbollah auf eine Streife des israelischen Militärs wurden bei den Scheba-Farmen nach libanesischen Angaben mehrere israelische Soldaten getötet

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Spirale der Gewalt im Nahen Osten dreht sich schneller

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Im Nahen Osten eskaliert die Gewalt. Bei einem Raketenangriff der Hisbollah auf eine Streife des israelischen Militärs wurden am Mittwoch bei den umstrittenen Scheba-Farmen nach libanesischen Angaben mehrere israelische Soldaten getötet. Der Raketenangriff, so die Hisbollah, sei eine Antwort auf den israelischen Angriff auf Kuneitra vor zehn Tagen. Israelische Artillerie beschoss im Anschluss den Südlibanon. Mindestens 22 Granaten schlugen in offenem Gelände bei der Ortschaft Wazzani ein.

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Wer mit dem Feuer spielt, wird sich die Finger verbrennen

Zuvor hatte Israel bereits Artilleriestellungen der syrischen Armee angegriffen. Nach eigenen Angaben war der Angriff ein Vergeltungsschlag für den Beschuss der von Israel besetzten Golanhöhen. Am Dienstag waren zwei Raketen auf den Golanhöhen eingeschlagen. Sie waren aus Syrien abgefeuert worden.

Israel räumte daraufhin das Ski-Gebiet am Mount Hebron und beschoss syrisches Gelände mit Artillerie. Am frühen Mittwochmorgen flog die israelische Luftwaffe einen Angriff auf syrische Artilleriestellungen.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Nethanjahu richtete eine Warnung an den Iran.

“Jene, die uns an unseren Grenzen herausfordern werden erleben, dass wir bereit sind machtvoll zurückzuschlagen. Israel wertet den Angriff aus Syrien als schwerwiegend. Wer mit dem Feuer spielt, wird sich die Finger verbrennen”, drohte Netanjahu.

Bei dem israelischen Angriff auf einen Fahrzeug-Konvoi der Hisbollah auf den Golanhöhen nahe Kuneitra waren vor zehn Tagen ein General der iranischen Revolutionsgarden und ein hoher Hisbollah-Kämpfer getötet worden. Der Angriff hatte die Spannungen in der Region erheblich verschärft.