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In Deutschland sinken die Preise - wer findet das Wort für "Deflation ohne Krise"?

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In Deutschland sinken die Preise - wer findet das Wort für "Deflation ohne Krise"?

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Zum ersten Mal seit der Wirtschaftskrise 2009 sinken in Deutschland wieder die Preise. Waren und Dienstleistungen kosten laut "Statistischem Bundesamt" 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr, vor allem Energie war 9,0 Prozent billiger. Von einer Deflation wollen Experten aber nicht sprechen.

Auch der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex war im Januar um 0,5 % niedriger als im Vorjahresmonat – nach einem halben Prozent und einem Zehntelprozent weniger als in den Monaten zuvor.

2009 war die deutsche Wirtschaft eingebrochen. Nun wirkt die günstige Energie – neben dem billigen Euro – offenbar wie ein Konjunkturprogramm für Verbraucher und Unternehmen.

Erst vor wenigen Tagen schob die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose für 2015 von 1,3 auf 1,5 Prozent.

Frank-Jürgen Weise, Bundesagentur für Arbeit:

“Wir haben gute Gründe für etwas Optimismus für den Arbeitsmarkt im Jahr 2015. Und diese gute Konjunktur, das kann man jetzt schon sagen, hilft, dass der Mindestlohn, mit klugen Übergangs- und Ausnahmeregelungen, im Moment kein Risiko für den Arbeitsmarkt ist.”

Der Winter hat die Arbeitslosigkeit über die Marke von drei Millionen getrieben (Januar: 3,032
Millionen). Das sind 268 000 mehr als im Dezember, aber 104 000 weniger als vor einem Jahr. Die Quote im Januar: 7,0 Prozent.

su mit dpa, Reuters