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Frist verstrichen: Schicksal der japanischen und jordanischen IS-Geiseln unklar

Das Schicksal einer japanischen und einer jordanischen Geisel ist nach dem Verstreichen einer weiteren Frist der IS-Milizen unklar. In einer

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Frist verstrichen: Schicksal der japanischen und jordanischen IS-Geiseln unklar

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Das Schicksal einer japanischen und einer jordanischen Geisel ist nach dem Verstreichen einer weiteren Frist der IS-Milizen unklar.

In einer Audionachricht, die vermutlich von der japanischen Geisel gesprochen wurde, hatten die Islamisten die Auslieferung einer irakische Terroristin gefordert – und mit der Tötung des jordanischen Piloten bei Sonnenuntergang am Donnerstag gedroht.

Die verhinderte Selbstmorattentäterin Sajida al-Rishawi war 2006 in einem Anschlag auf ein Hotel mit 60 Toten in der jordanischen Hauptstadt Amman verwickelt und wartet nun auf die Vollstreckung ihres Todesurteils.

Etwa eine Stunde vor Auslaufen der Frist der IS-Miliz sagte ein jordanischer Regierungssprecher, die Frau sei weiterhin in Gewahrsam: “Jordanien ist bereit, Sajida al-Rishawi gegen den jordanischen Piloten auszutauschen. Wir möchten betonen, dass Jordanien Beweise gefordert hat, dass der Pilot noch am Leben ist. Bislang haben wir nichts erhalten.”

Man koordiniere die Angelegenheit weiterhin auch mit der japanischen Seite, so der Sprecher. In Tokio ist die Sorge groß, das Leben des Journalisten Kenji Goto könnte möglicherweise nicht mehr Teil einer Übereinkunft zwischen Jordanien und der IS-Miliz sein.

In Amman protestierten am Donnerstag einige Dutzend Menschen gegen die Beteiligung Jordaniens an der von den USA geführten Anti-IS-Koalition und für die Freilassung des jordanischen Piloten.