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Reaktionen auf verbalen Eklat in Athen

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Reaktionen auf verbalen Eklat in Athen

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“Gerade eben haben Sie die Troika getötet”. Das soll Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem Griechenlands neuem Finanzminister Gianis Varoufakis laut unbestätigten Medienberichten beim frostigen Abschied zugeraunt haben.

Andere Quellen zitieren den Niederländer mit: “Sie haben einen Fehler gemacht.”

In jedem Fall wichen Meinungsverschiedenheiten um griechische Verbindlichkeiten am Freitag schneller als von Beobachtern erwartet einem offenen Eklat.

Das Echo von Bürgern in Athen fiel unterschiedlich aus:

“Ich denke, Varoufakis hat das gut gemacht. Es gibt schließlich so etwas wie Nationalstolz.”

“Auch das Europäische Parlament hat schon festgestellt, dass die Troika ihre Aufgaben nicht erfolgreich bewältigt hat. Eigentlich hat Varoufakis das einfach nur wiederholt.”

“Meiner Meinung nach hat die griechische Regierung keine große Wahl. Ich glaube, sie wird umkippen. Ob nun in fünf Monaten oder in drei oder zwei Monaten: die Kehrtwende wird kommen.”

Als “faules Gremium” beschrieb Varoufakis die Troika aus Kontrolleuren der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB). Und er wiederholte, das griechische Volk habe mit dem Wahlausgang klar beschlossen, es sei Schluss mit der Sparpolitik.

Fakt ist: Der Rettungsschirm für Griechenland schließt am 1. März. Danach ist das Land auf sich selbst angewiesen.