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US-Wirtschaft und der Ölpreisverfall: Mehr Konsum, Investitionen gedämpft

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US-Wirtschaft und der Ölpreisverfall: Mehr Konsum, Investitionen gedämpft

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Das Wachstum der US-Wirtschaft hat sich Ende 2014 nahezu halbiert.

Das Bruttoinlandsprodukt legte von Oktober bis Dezember nur noch mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 2,6 Prozent zu, so das Handelsministerium.

Im dritten Quartal waren es noch 5,0 Prozent gewesen. Der Konsum wuchs zwar so kräftig wie seit 2006 nicht mehr, doch investierten die Unternehmen weniger, wohl vor allem große Ölfirmen – wegen des rapiden Ölpreisverfalls.

Im Gesamtjahr 2014 wuchs die weltgrößte Volkswirtschaft um 2,4 (2013: 2,2) Prozent. Zum Vergleich: Deutschland als Europas Nummer eins kam nur auf 1,5 Prozent.

Nach einer Prognose des Internationalen Währungsfonds werden die USA auch in diesem Jahr eine der globalen Wachstumslokomotiven bleiben: Dann soll ein Plus von 3,6 Prozent herausspringen – mehr als in jedem anderen großen Industriestaat. Deutschland werden nur 1,3 Prozent zugetraut.

Garant für den Aufschwung soll das billigere Öl sein. Die Amerikaner zahlen an den Zapfsäulen fast die Hälfte weniger als noch im Juni 2014. Das gesparte Geld können sie anderswo ausgeben und so den privaten Konsum anschieben – er macht etwa 70 Prozent der US-Wirtschaftsleistung aus. Gleichzeitig finden immer mehr Amerikaner wegen der guten Konjunktur einen Job.

Der Konsum wuchs bereits im Schlussquartal 2014 um 4,3 Prozent, so schnell wie seit fast neun Jahren nicht mehr.

Wegen der guten Wirtschaftslage dürfte die US-Notenbank Fed im Laufe des Jahres ihren Leitzins anheben. Experten rechnen im Sommer mit diesem Schritt. Seit Ende 2008 liegen die Zinsen bei nahe null Prozent.

su mit Reuters, dpa