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Griechenland kündigt Kooperation mit der Troika auf

Der französische Staatspräsident Francois Hollande und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel haben in Straßburg ihre Positionen zur neuen Lage

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Griechenland kündigt Kooperation mit der Troika auf

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Der französische Staatspräsident Francois Hollande und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel haben in Straßburg ihre Positionen zur neuen Lage in Griechenland besprochen. Zu dem Treffen im Elsass hatte EU-Parlamentspräsident Martin Schulz geladen.

Eine öffentliche Verlautbarung gibt es bislang nicht.
Doch man sei sich einig gewesen, dass die neue Athener Linie als Wille des griechischen Volkes zu respektieren sei, hieß es aus dem Umfeld Hollandes.

Die neue sozialistische Regierung Griechenlands hatte die Kooperation mit der Troika aus EU, EZB und IWF auf Basis der existierenden Sparpolitik kurz zuvor aufgekündigt. Auch Sparmaßnahmen und die Privatisierung staatlicher Vermögenswerte – eine vereinbarte Voraussetzung für die Hilfskredite – sind gestoppt.

“Am besten gedient ist unseren gemeinsamen Interessen in Europa und in der Eurozone mit einer neuen Übereinkunft”, so der neue griechische Finanzminister Yannis Varoufakis. “Sie wird das Resultat von Verhandlungen zwischen allen Europäern sein, und wir werden dabei die Interessen Europas im Auge behalten.”

Während also alle Seiten politische Gesprächsbereitschaft signalisieren, ist das Verhältnis der Athener Regierung zu internationalen Geldgebern erwartungsgemäß auf einen neuen Tiefpunkt gesunken.

Ministerpräsident Alexis Zipras will in der kommenden Woche zu persönlichen Gesprächen unter anderem nach Paris reisen.