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Gemeinsam im Kampf gegen Boko Haram

In Addis Abeba stand beim zweitägigen Gipfeltreffen der Afrikanischen Union der Kampf gegen den Boko-Haram-Terror ganz oben auf der Tagesordnung.

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Gemeinsam im Kampf gegen Boko Haram

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Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram hat eine neue Offensive auf die Stadt Maiduguri im Nordosten Nigerias begonnen. Zuvor waren bei schweren Kämpfen zwischen Boko Haram und Truppen aus dem Tschad in Kamerun mindestens 120 Extremisten und drei Soldaten ums Leben gekommen. Den Angaben zufolge hatte die Boko Haram am Donnerstag und Freitag zwei Mal den Ort Fotokol im Norden des Landes attackiert, wo seit Mitte Januar Streitkräfte aus dem Tschad stationiert sind.

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Ein Land kann sich ihnen nicht allein entgegenstellen.

Den Soldaten sei es aber jeweils gelungen, die Islamisten zurückzudrängen, hieß es. Fotokol liegt an der Grenze zu Nigeria und ist nur durch eine Brücke von dem Ort Gambaru in dem Nachbarland getrennt. Gambaru wird derzeit von der Boko Haram kontrolliert, die in der Region einen Gottesstaat aufbauen will und seit 2009 bereits Tausende Menschen bei Angriffen und Anschlägen getötet hat. Die Streitkräfte aus Nigeria, Kamerun und dem Tschad arbeiten im Kampf gegen Boko Haram zusammen. Nach Angaben eines französischen Radiosenders fliegt der Tschad auch Luftangriffe auf Stellungen der Boko Haram.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte: “Wie auch die Terroristen von Al Kaida und dem Islamischen Staat, haben die Boko-Haram-Kämpfer unaussprechliche Gräueltaten verübt. Ein Land kann sich ihnen nicht allein entgegenstellen.” Die Afrikanische Union will eine multinationale Truppe entsenden. Sie soll 7500 Soldaten umfassen. Das wurde nach einem Treffen des Friedens- und Sicherheitsrates der Staatengemeinschaft am Donnerstagabend in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba bekannt. AU-Chefin Nkosazana Dlamini Zuma hatte Afrika bereits vor wenigen Tagen dazu aufgerufen, eine Führungsrolle im Kampf gegen die Extremisten zu übernehmen. Sie sei “zutiefst entsetzt” über die Bluttaten der Islamisten, ihr Terror sei “inakzeptabel”. In Addis Abeba stand beim zweitägigen Gipfeltreffen der AU die Terrorgruppe Boko Haram ganz oben auf der Tagesordnung.