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"Man wird einen Kompromiss zwischen Berlin und Athen erzielen müssen"

Seit seinem Amtsantritt sorgt der neue griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras mit seinen Äußerungen für Wirbel. Er wird Rom, Paris und an

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"Man wird einen Kompromiss zwischen Berlin und Athen erzielen müssen"

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Seit seinem Amtsantritt sorgt der neue griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras mit seinen Äußerungen für Wirbel. Er wird Rom, Paris und an diesem Mittwoch in Brüssel erwartet. Aus Berlin hieß es, Tsipras sei dort ein willkommener Gesprächspartner. Ein Besuch ist allerdings noch nicht geplant. “Ich glaube, dass die schwierigsten Verhandlungen, das schwierigste Aufeinandertreffen sicherlich das sein wird zwischen der griechischen und der deutschen Seite. Hier sind sind die Positionen teilweise sehr festgefahren, sehr schwierig, sehr unterschiedlich. Aber man wird einen Kompromiss zwischen diesen beiden, zwischen Berlin und Athen erzielen müssen”, meint der Experte Janis Emmanoulidis von der Brüsseler Denkfabrik Europäisches Zentrum für Politik. Änderungen bestehender Abmachungen bedürften der Zustimmung sämtlicher 19 Mitglieder der Eurozone, betonte ein Sprecher der Europäischen Kommission. Das betrifft auch die am vergangenen Freitag einseitig von Athen aufgekündigte Zusammenarbeit mit der Geldgeber-Troika.

Dazu, dass inzwischen auch die USA Verständnis für die griechische Regierung fordern, meint Emmanoulidis: “Aus der Perspektive der USA wäre eine Verschlimmerung der Eurokrise oder gar noch mehr, eine negative Entwicklung genau das, was man nicht will. Man will keine Eskalation der Eurokrise, weil man selbst auch die potentiellen Gefahren sieht, die ökonomischen, übrigens auch die geopolitischen: Griechenland liegt in einer sehr sensiblen geopolitischen Ecke Europas, mit einer schwierigen Nachbarschaft.” Das bereits verlängerte zweite Hilfsprogramm für Griechenland endet am 28. Februar.