Eilmeldung

Eilmeldung

Griechenlands Finanzminister Varoufakis will kein Bösewicht mehr sein

Griechenlands neuer Finanzminister Yanis Varoufakis versucht sein Medienimage als rabiater Cowboy zurechtzurücken.

Sie lesen gerade:

Griechenlands Finanzminister Varoufakis will kein Bösewicht mehr sein

Schriftgrösse Aa Aa

Griechenlands neuer Finanzminister Yanis Varoufakis versucht sein Medienimage als rabiater Cowboy zurechtzurücken. Das hatte sich der 53-jährige scharfzüngige Wirtschaftsprofessor mit dem Schwerpunkt “Spieltheorie” hatte nach seinen Forderungen nach einem Ende des Spardiktates” und härten Verhandlungsmethoden erarbeitet.

Meinung

Journalisten mögen es, die Lage als Showdown in Wildwestmanier darzustellen. Dem ist nicht so.

“Meine Botschaft an unsere deutschen Freunde und in der Tat an alle Europäer ist, dass kein Blatt überreizt wird, denn wir gehen nicht konfrontativ in die Verhandlungen hinein. Journalisten mögen es, die Lage als Showdown in Wildwestmanier darzustellen. Dem ist nicht so. Wir haben hier verschiedene europäische Regierungen mit einem gemeinsamen Ziel, die Kosten der Krise für den Durchschnittsbürger zu minimieren, nicht für die Griechen, nicht für die Deutschen, sondern aus einer europäischen Perspektive betrachtet”, sagte Varoufakis.

Der französische Finanzminister Michel Sapin wies Medienspekulationen zurück, Griechenland sei es gelungen, Frankreich als Bündnispartner gegen Deutschland zu gewinnen:

“Nichts Starkes und Nachhaltiges kann in Europa ohne eine tiefgreifende Vereinbarung zwischen Frankreich und Deutschland geschehen”, erklärte Sapin.

Durch die Hilfspakete für Griechenland sind die griechischen Schulden, die vor der Krise vornehmlich bei französischen Banken lagen, zum Europäischen Rettungsfonds, dem Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank gewandert.

Andere Krisenstaaten wie Spanien sind zurückhaltender als Frankreich, was Zugeständnisse an Griechenland angeht.