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Ratingagentur S&P zahlt Milliardenbuße für Bestnoten an Ramschpapiere

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Ratingagentur S&P zahlt Milliardenbuße für Bestnoten an Ramschpapiere

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Die US-Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat sich im Rechtsstreit um
geschönte Kreditbewertungen mit der US-Regierung und dem Pensionsfonds Calpers geeinigt. Die Ratingagentur wird im Rahmen
eines Vergleichs insgesamt 1,3 Milliarden Euro zahlen. Das teilte die S&P-Muttergesellschaft McGraw Hill mit.

Der Ratingfirma war vorgeworfen worden, Anleger mit zu positiven Kreditbewertungen in die Irre geführt und mit zweifelhaften Bonitätsnoten für Ramschanleihen im US-Immobilienkrach die weltweite Finanzkrise angefacht zu haben.

Der Löwenanteil der Summe geht an das US-Justizministerium und 20 Bundesstaaten, der Rest an den kalifornischen Pensionsfonds. Das Justizministerium hatte erst 4,4 Milliarden Euro gefordert.

Zuletzt hatte sich S&P bereits mit der US-Börsenaufsicht auf einen
Vergleich geeinigt, um Vorwürfe wegen geschönter Ratings aus der Welt
zu schaffen. S&P zahlt 67 Millionen Euro und darf ein Jahr lang keine Bewertungen mehr für bestimmte durch Gewerbeimmobilien
besicherte Anleihen vergeben.

su mit dpa, Reuters