Eilmeldung

Eilmeldung

Ukraine: Die blutige Chronik seit Jahresbeginn

Am 24. Januar wurde die Stadt Mariupol Ziel heftiger Raketenangriffe. Nach Angaben ukrainischer Behörden starben 31 Menschen, 117 wurden verletzt

Sie lesen gerade:

Ukraine: Die blutige Chronik seit Jahresbeginn

Schriftgrösse Aa Aa

Am 24. Januar wurde die Stadt Mariupol Ziel heftiger Raketenangriffe. Nach Angaben ukrainischer Behörden starben 31 Menschen, 117 wurden verletzt.

Die Ermittler der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) gehen davon aus, dass die Geschosse aus Gebieten abgefeuert wurden, die von den Separatisten kontrolliert werden, die Separatisten weisen jede Verantwortung zurück.

In der vergangenen Woche gab es die schwersten Kämpfe in der Ukraine seit Monaten. Selbst Krankenhäuser, wie in Horlivka, gerieten ins Schussfeld und waren Artilleriefeuer ausgesetzt.

Auch aus den Großstädten Donezk und Luhansk, die beide von den Separatisten gehalten werden, wurden Gefechte gemeldet. Nach Angaben der ukrainischen Armee wurden am 25. und 26. Januar elf Menschen getötet. Die Separatisten meldeten, die ukrainischen Truppen aus zwei Donezker Bezirken vertrieben zu haben.

Die Front verläuft mittlerweile von der Hafenstadt Mariupol im Süden über die Millionenstadt Donezk, die verkehrstechnisch bedeutsame Ortschaft Debalzewe, über Luhansk mit seinem Lokomotivwerk bis zur ukrainisch-russischen Grenze im Osten.

Wo gekämpft wird, bleibt selten mehr als ein Trümmerfeld, die Menschen versuchen zu entkommen.

Am 29. Januar brachen auch in Popasna Kämpfe aus. Die Stadt liegt rund 80 Kilometer östlich von Luhansk und wird von der ukrainischen Armee kontrolliert. Tausende Einwohner von Popasna wurden in Sicherheit gebracht.

In einem Kulturzentrum und in einem Linienbus in Donezk starben nach Angaben der Separaristen am Freitag mindestens sieben Menschen. Am selben Tag meldete Kiew fünf gefallene Soldaten.

Im Raum Bakhmutivka nördlich von Luhansk griff die ukrainische Armee am Sonntag Rebellenstellungen an, nach Angaben des Militärs kamen dabei 13 Soldaten ums Leben.

Ebenfalls am Sonntag: Heftige Gefechte rund um Debalzewe mit mindestens sieben Toten.

Seit dem Beginn des Jahres sind im Donbass 118 Zivilisten ums Leben gekommen, mehr als 2000 Menschen wurden ukrainischen Behörden zufolge in der vergangenen Woche aus dem Kampfgebiet in sichere Regionen gebracht.