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Ostukraine: Separatisten erobern Vuhlehirsk

Die 8000-Einwohner-Stadt Vuhlehirsk in der Ostukraine ist offenbar komplett in die Hände prorussischer Separatisten gefallen. Am Vortag hatten sich

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Ostukraine: Separatisten erobern Vuhlehirsk

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Die 8000-Einwohner-Stadt Vuhlehirsk in der Ostukraine ist offenbar komplett in die Hände prorussischer Separatisten gefallen.

Meinung

Es gab eine gewaltige Explosion. Ich wurde zu Boden geschleudert

Am Vortag hatten sich hier noch lange Schlangen von Menschen gebildet, die auf eine Fluchtmöglichkeit mit Bussen warteten.

Jetzt gleicht Vuhlehirsk einer Geisterstadt.

Durch die Einnahme kontrollieren die Milizionäre einen der wichtigsten Eisenbahnknotenpunkte in der Region.

Nur zehn Kilometer entfernt von Vuhlehirsk liegt die schwer umkämpfte Stadt Debalzewe.

In Donezk, der Gebietshauptstadt der selbsternannten Volksrepublik Donezk, wurden beim Einschlag mehrerer Granaten mindestens fünf Menschen getötet und mehrere weitere verletzt.

Nach Angaben des örtlichen Zivilschutzes waren vier Passanten im Außenbereich der Klinik unter den Todesopfern

Eine Frau beklagte den Verlust ihres Sohnes:

“Es gab eine gewaltige Explosion. Ich wurde zu Boden geschleudert. Mein Sohn ging da drüben lang”

Reporterfrage: “Ist das da ihr Sohn?”

“Ja, da liegt mein Sohn.” (Zeigt auf eine bedeckte Leiche auf dem Boden.)

Die Separatisten machten das ukrainische Militär für die Attacke auf die Klinik im Südwesten von Donezk verantwortlich.

Artilleriegeschosse schlugen offenbar auch in anderen Vierteln der Stadt ein.

Separatistenanführer Andrej Purgin warf der ukrainischen Armee vor, Wohngebiete von Donezk gezielt mit schwerer Artillerie beschossen zu haben.

Er forderte eine Untersuchung durch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Die ukrainische Armee äußerte sich nicht zu den Vorwürfen.