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Polens Europaminister Trzaskowski: "Das Minsk-Abkommen ist nicht wertlos"

euronews: “Rafal Trzaskowski, Sie sind Europaminister Polens und zur Zeit in Brüssel, um das Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs

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Polens Europaminister Trzaskowski: "Das Minsk-Abkommen ist nicht wertlos"

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euronews:
“Rafal Trzaskowski, Sie sind Europaminister Polens und zur Zeit in Brüssel, um das Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs vorzubereiten, das in der kommenden Woche stattfinden soll. Was denken Sie über die jüngste Offensive der Separatisten in der Ukraine, bei der mindestens 16 Menschen getötet wurden?”

Rafal Trzaskowski:
“Die Lage vor Ort hat sich verschlechtert. Es gibt immer mehr Zeichen für eine Eskalation des Konflikts. Wir sind natürlich sehr besorgt darüber.”

euronews:
“Welches wäre eine Lösung dafür, denn die Strategie der EU sind zur Zeit Sanktionen?”

Rafal Trzaskowski:
“Sanktionen sind ein Instrument, das unsere Entschlossenheit zeigt. Natürlich behauptet niemand, sie seien die ideale Lösung für alles. Wir wissen, dass es sehr schwierig ist, auf Russlands Politik Einfluss zu nehmen. Militärische Lösungen schließen wir völlig aus, weil sie zur Destabilisierung der Lage führen könnten. Wir müssen uns der Instrumente bedienen, die uns zur Verfügung stehen.”

euronews:
“Die Ukrainer wollen Offensivwaffen. Kommen solche ebenfalls nicht in Frage?”

Rafal Trzaskowski:
“Nein, sie kommen nicht in Frage. Wir wollen, wie bereits gesagt, die Lage nicht destabilisieren. Doch es bleibt jedem Land überlassen, die Lage zu analysieren. Niemand wird sagen, dass keine der Optionen möglich sei.”

euronews:
“Das Abkommen von Minsk ist für Sie trotz der Vorfälle noch nicht wertlos?”

Rafal Trzaskowski:
“Es ist in dem Sinn noch nicht wertlos, als wir Russland dazu drängen, seinen Verpflichtungen nachzukommen. Es ist sehr schwierig, optimistisch zu bleiben, wenn man feststellen muss, dass Russland nicht gewillt ist, die Aufgaben zu übernehmen, zu denen es sich verpflichtet hat.”