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In Griechenland droht nach EZB-Entscheidung Panik unter Bankkunden

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In Griechenland droht nach EZB-Entscheidung Panik unter Bankkunden

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Nach der Ankündigung der Europäischen Zentralbank, ab der kommenden Woche griechische Staatsanleihen nicht länger als Sicherheiten für Kredite zu akzeptieren, bemüht sich die Regierung, Panik unter den Bankkunden zu verhindern.

Die Entscheidung der EZB werde keine negativen Entwicklungen auslösen, versicherte das griechische Finanzministerium. Tatsächlich sind die griechischen Banken nicht in unmittelbarer Gefahr, weil die EZB der nationalen Zentralbank weiter die Vergabe von Liquiditätshilfen in Höhe von 60 Milliarden Euro erlaubt.

Es ist ein Spiel mit der Zeit, glaubt Robert Halver, ein Analyst bei der Baader Bank. “Die EZB hat ihr Pokergesicht aufgesetzt”, so Halver. “Sie möchte nicht unter die Räder kommen. Auf der einen Seite die Griechen mit ihren Wünschen, auf der anderen Seite die EU als Gläubiger, die im Moment keine Lösung finden. Das ist ein Schuss vor den Bug. Sie möchte damit klar machen: Bitte sorgt für eine Lösung. Wir stehen dafür nicht bereit.”

Die Athener Börse gab einen Tag nach der Entscheidung der EZB um fast vier Prozent nach. Aktien der griechischen Nationalbank und der Piräus-Bank verloren um die 13 Prozent.