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Waffenlieferungen für Kiew? Kerry zu Besuch in der Ukraine

Die Debatte um Waffenlieferungen an die Ukraine ist in den USA noch nicht entschieden. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko drängt weiter auf militärische Unterstützung.

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Waffenlieferungen für Kiew? Kerry zu Besuch in der Ukraine

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Anhaltende Gefechte in der Ostukraine überschatten den Besuch von US-Außenminister John Kerry in Kiew. Dort spricht er mit Präsident Petro Poroschenko über die aktuelle Lage in der Ukraine. Kiew hofft auf die Lieferung von Waffen von seinen westlichen Partnern. Amerikanische Politiker hatten dies in die Diskussion gebracht, US-Präsident Obama lehnte dies bislang ab.

Meinung

Die westlichen Länder sollten uns helfen. Es geht sie auch an

“Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass die USA und andere Staaten die Ukraine mit Waffenlieferungen unterstützen werden. Wir müssen die Möglichkeit haben, uns selbst zu verteidigen. Die Ukraine hat den Ruf, eine verantwortungsvolle Position zu vertreten, wir sind Verfechter des Friedens”, so Poroschenko.

Kerry hat zwar Unterstützung im Gepäck, aber nicht die erhoffte: Die USA will der Ukraine mit zusätzlichen 16,4 Millionen Dollar für die Zivilbevölkerung im Osten des Landes helfen, sagte ein US-Beamter.

Ein Einwohner Kiews sagte: “Wir müssen auf Waffen drängen. Die westlichen Länder sollten uns helfen. Es geht sie auch an. Wenn die Separatisten siegen, wird es auch andere Länder beeinflussen.” Eine junge Frau meinte dagegen: “Ich glaube nicht, dass wir kämpfen oder um militärische Hilfe bitten müssen. Das könnte den dritten Weltkrieg auslösen.”

Seit vergangenem Frühjahr wurden in der Ukraine mehr als 5000 Menschen getötet. Bei den Kämpfen zwischen ukrainischen Regierungstruppen und prorussischen Rebellen geraten zunehmend auch Zivilisten unter Beschuss.